#59 Sandra Kaul - Mut zum Crush

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Sandra Kaul über:

– warum sie nach 15 Jahren KIWIBLAU gerade wieder mitten in einer Neuorientierung steckt – #worklifecrush und die Frage, ob Work-Life-Balance überhaupt das richtige Ziel ist – warum gute Arbeit nicht bedeutet, jeden Tag rosarot verliebt in den eigenen Job zu sein – Privilegien und die Grenzen der Idee vom „Job, den man liebt“ – „Sagen, was ist“ – und warum Menschen produktiver werden können, wenn sie ihre Bedürfnisse und Grenzen tatsächlich aussprechen dürfen – Werte-Workshops, deren Ergebnisse wunderbar an der Wand hängen – und dort leider manchmal auch bleiben – das Bikini-Modell, das aus Trotz, Wut und einer gehörigen Portion Beratungsfrust entstanden ist – eine Chefin, die Sandra kündigte und ihr damit rückblickend einen entscheidenden Schubs in die richtige Richtung gab – die Bedeutung von Mentorinnen und Frauen, die ungewöhnliche Lebens- und Karrierewege vorleben – wie aus einem selbstgebauten Fahrrad für die Tochter die Berliner Fahrradmanufaktur TYPE Bike entstand – zwei Unternehmen, eine Familie – und warum Verantwortung übernehmen etwas anderes ist als „mithelfen“ – Konflikte als Bestandteil funktionierender Beziehungen und Unternehmen – und die Frage an Friedrich Merz: Brauchen wir wirklich mehr Arbeitsstunden – oder weniger Bullshit-Work?

Mehr über Sandra & KIWIBLAU: KIWIBLAU – Systemische Organisationsentwicklung

KIWIBLAU begleitet Organisationen bei Change, strategischer Organisationsentwicklung und Coaching – „systemisch, direkt, ohne Transformationstheater“. Das eigene Leitmotiv bringt Sandras Ansatz ziemlich gut auf den Punkt: „Arbeit, in die sich das Leben wieder verknallt.“

Und weil ein Fahrrad in der Küche manchmal der Anfang eines Unternehmens ist: TYPE Bike

TYPE Bike ist eine Berliner Manufaktur für urbane Mobilität mit Fokus auf leichte, langlebige und individuelle Fahrräder für Kids, Teens und Erwachsene. Die Bikes werden in Berlin montiert und lackiert; Nachhaltigkeit und soziales Engagement gehören ausdrücklich zum Unternehmenskonzept.

Businesszyklen – wenn Mut anklopft Ein Podcast über Unternehmen, Entscheidungen, Umwege und die Momente, in denen sich etwas drehen muss.

Transkript anzeigen

00:00:00: das Bikini-Modell geboren worden, weil ich mit meinem Kunden und einer großen Beratung in dem Prozess war.

00:00:07: Und die große Beratungen ziemlich genervt waren von uns Kiwis, weil wir halt auch im Zweifelsweile Widerworte gegeben haben.

00:00:15: Die haben quasi auf jede Frage immer mit so einem Phasenmodell geantwortet.

00:00:19: Ich saß dort mit meinem damaligen Mitarbeiter und ich habe richtig gemerkt zu meinen Hufeschahren.

00:00:25: Da habe ich ihn angeguckt und gesagt, weißt du was?

00:00:28: Wir erfinden jetzt auch ein Phasenmodell.

00:00:30: Ohnehmlich, ich war richtig hüten!

00:00:33: Und er lachte und er ist auch Organisationspsychologe und meinte so ja machen wir gut.

00:00:39: Wir haben mit dem Bikini-Modell auch einen Phasemodell hergestellt das aber wirklich nochmal ganz anders denkt dass die systemische Haltung integriert, dass das iterative Arbeiten integrierte, dass sehr MitarbeiterInnen bezogen sind und vor allen Dingen aus unserer Perspektive Antworten gibt auf große Herausforderungen in Wandelsituation.

00:01:21: möchte ich hier nochmal anmerken.

00:01:23: Ich war nämlich gerade ein bisschen verwirrt und das kriegt man jetzt für euch nicht mit, aber wir mussten noch mal Deutsch starten weil es ist fast falsch gemacht habe.

00:01:32: Herzlich willkommen!

00:01:34: Ich freue mich sehr liebesamt, wenn ich begrüßen zu dürfen.

00:01:37: natürlich freue ich mich auch sehr sehr sehr meine liebe Elena zu sehen die in der Sonne ist und nicht im grauen Berlin.

00:01:47: hallo hello ja schöne Grüße aus Spanien.

00:01:51: Jetzt bin ich gerade in einem vollklimatisierten Raum, weil es sich leider vor dem Pool nicht aushalten lässt.

00:01:58: Tatsächlich so heiß ist das immer noch!

00:02:01: Aber ich hoffe er hat auch ein schönes Wetter und ich freue mich dich lieber Sandra hier im Studio zu begrüßen.

00:02:07: Vielen lieben Dank, danke dass ich bei euch sein darf.

00:02:10: Apropos des Wetters, das ist in Berlin ein bisschen grau aber vielleicht können wir jetzt ja ein bisschen Sonne über den Podcast reinschieben aus Spanien oder?

00:02:19: Absolut.

00:02:19: Das machen wir, denn wir sind alle.

00:02:23: We Are All Mad hier!

00:02:24: Haben wir gerade festgestellt und das ist genau das was bei dir auch im Hintergrund leicht zu sehen ist.

00:02:31: also lasst uns mad sein und lass uns diesen Podcast starten um ein bisschen Sonne reinbringen.

00:02:38: sehr gerne

00:02:39: ich darf dich heute vorstellen lieber Sandra und ich hoffe du wirst damit einverstanden sein.

00:02:46: Wie gelingt echter Wandel, wenn Strukturen starb und Branchen stark reguliert sind?

00:02:52: Genau darum geht es mit unserer heutigen Gästin Sandra Kauhl.

00:02:56: Sie leitet die Berliner Boutique-Beratungsagentur Kiwieblau und bringt genau die richtige Mischung mit – systemisches Gruting, agile Praxis und jahrelange Erfahrung aus der Kommunikationsbranche.

00:03:08: Sandra setzt auf Substanz statt

00:03:11: Hype!

00:03:12: Und sie stellt die klassische Work-Live Balance in Frage mit ihrer Idee vom Hashtag WORKLIVE

00:03:19: CRUSH.

00:03:20: Arbeit,

00:03:21: die so viel Sinn macht, dass man keinen Ausgleich mehr braucht!

00:03:25: Schön, dass du da bist, lieber Sandra!

00:03:27: Wirst

00:03:27: Du mit diesem kurzen Intro einverstanden?

00:03:30: Möchtest Du etwas korrigieren oder Ihn

00:03:32: zufügen?!

00:03:33: Ich bin super einverstanden damit und ich mag auch Deine Übersetzung von WORK LIVE CRUSh – das gefällt mir ausgesprochen gut!

00:03:42: Das werden wir noch feststellen, was du damit gemeint hast.

00:03:46: Ob wir wirklich alle Crush auf unsere Arbeit haben können?

00:03:50: Bin ich sehr, sehr gespannt und leicht skeptisch!

00:03:55: Aber ich übergebe erstmal an die Justina für unsere Eröffnungsfrage zu der da wahrscheinlich erst mal nicht vorbereitet bist.

00:04:04: Lieber Sandra, aber dann musst du jetzt einfach mal improvisieren.

00:04:10: Wir sind die Business-Zyklen und wie immer erkläre ich das nochmal kurz für die, die auch das erste Mal rein hören.

00:04:17: Und auch für unsere Gästin.

00:04:19: Das heißt wir betrachten den das Business und natürlich auch das ganze Leben in einem Zyklos, weil es dreht sich alles.

00:04:27: Unsere Gästinnen haben da eine oft sehr individuelle Betrachtung des Zyklus und unsere Frage und unser Interesse bezieht sich natürlich auf dein Business und wo du dich in diesem Business bzw.

00:04:42: diesen Zyklus platzieren würdest?

00:04:46: Ich bin überrascht wie leicht mir fällt diese Frage zu beantworten!

00:04:51: Es ist mir, glaube ich noch nie so leicht gefallen.

00:04:54: Ich bin jetzt seit fünfzehn Jahren mit meinem Unternehmen am Markt und die Zeit jetzt ist absolute Zeit der Neuorientierung.

00:05:04: Wir arbeiten sehr intensiv an unserem Business Case.

00:05:07: also was bieten wir wirklich an?

00:05:09: Was braucht der Markt gerade?

00:05:11: und wir merken die Unternehmen Die sind durch mit dem Thema Agilität.

00:05:17: Geh in Unternehmen und sag guck mal hier agile, dann rollen alle mit den Augen.

00:05:22: Zurecht?

00:05:23: Verstehe ich auch.

00:05:25: Ich möchte nicht agil arbeiten!

00:05:27: Ja genau das sind die Reaktionen.

00:05:30: und also... Wir können ja nicht Wasser predigen und weinsaufen, und selber uns als Organisationen nicht mitverändern.

00:05:39: Also insofern es geht gerade ganz viel darum Haus zu finden.

00:05:44: wie können wir am Markt auf der einen Seite natürlich wirtschaftlich bestehen mit dem Business Case?

00:05:48: Was können wir zusätzlich entwickeln?

00:05:51: was interessant ist Da kommt die nächste Saudi durchs Dorf getrieben wird.

00:05:56: KI, alles muss KI sein!

00:05:59: Alle machen auch KI-Schulungen wo ich denke so, ich weiß nicht ob eine KI Schulung von jemandem der fünf Minuten Wissensvorsprung hat wirklich so sinnvoll ist.

00:06:08: also wenn dann will ich wirklich von den Expertinnen lernen und nicht von einer Organisationsentwicklung die auch gerade mal vielleicht mit KI gearbeitet hat.

00:06:16: wir haben einen anderen Angang gefunden beziehungsweise Ich weiß nicht mehr ob wir den gefunden haben.

00:06:21: Wir probieren den jetzt zumindest mal aus und ein Buchprojekt bahnt sich gerade den Weg bei uns.

00:06:30: Also es ist ganz schön viel los, aber vor allen Dingen viel los was Orientierung angeht.

00:06:36: also

00:06:37: gucken

00:06:37: was funktioniert?

00:06:38: Was können wir mitbringen?

00:06:42: Was macht auch einen Unterschied am Ende des Tages?

00:06:47: Da Justina dich auch schon bezeichnet hast als Kiwi Blau!

00:06:52: Ich glaube, das liegt auch allen auf den Lippen mehr oder weniger.

00:06:56: dieser Name.

00:06:57: Das ist schon, natürlich soll ja auch für Irritation sorgen das ist ganz klar.

00:07:01: du kommst aus der Kommunikationsbranche also du warst Werberin oder die PA-Tante sag ich mal meine Kollegen.

00:07:09: Also du kannst wunderbar mit Wörtern und mit Texten umgehen Und hast diesen leicht irritierenden aber sehr schönen Namen ausgesucht.

00:07:20: Warum?

00:07:21: Warum Kiwi und warum Blau?

00:07:23: Und natürlich haben wir noch nie blaue Kiwis gesehen.

00:07:29: Ich habe die auch noch nicht gesehen, zwar schon öfter mal in Photoshop vorgestellt bekommen aber ich glaube sie gibt es nicht.

00:07:37: Also der Gedanke kam daher dass ich vor fünfzehn Jahren gesagt hab okay ich will gründen und dieses Kind brauchen Namen.

00:07:46: Ich hatte super viele Namen auf dem Zettel, also die einfachste Variante von Cowl Coaching bis hin zu Pulsus und was weiß ich?

00:07:56: Und das hat mir alles nicht getaukt.

00:07:57: Und warum hat mir das nicht getaugt?

00:08:00: Weil es sich immer irgendwie um mich drehte!

00:08:03: Also es ging immer in diesen Namen um... ...was ich bin,

00:08:07: ne?!

00:08:08: Justina zeigt schon oft den eigenen Firmennamen und mir ist es wichtig dass Menschen etwas darin sehen, was sie brauchen.

00:08:17: Weil es geht um die Menschen, die mit mir arbeiten, um die Organisationen, die bei mir arbeiten.

00:08:22: und ich seh schon nicht renne offene Türen einfach, justina ist wirklich so!

00:08:26: Und dann hab' ich ganz klassisch einen Kreativprozess gestartet mit ausgewählten Freundinnen und vier Rotweinen und wir haben unterschiedliche Ideen durchprüft und... Ich habe danach auch noch mal Interviews geführt, ich hatte ja Zeit Und wieso ist es dann Kiwi Blau geworden?

00:08:46: Das war wirklich für mich was auf einmal so offensichtlich, weil jeder eine andere Assoziation damit hatte.

00:08:54: Egal wen ich gefragt habe, jeder ist mit einem neuen Aspekt auf diesen Namen zugekommen und hat ne neue Interpretation gebracht.

00:09:01: Hat das teilweise auf.

00:09:03: wie fühle ich mich nach einem Coaching?

00:09:05: Dann fühl ich mich halt Kiwi-Blau!

00:09:07: Und dann hab' ich gefragt Wie is's?

00:09:09: Total ungewohnt neu, aber auch total schön und aufregend.

00:09:13: Ja genau so will ich es doch haben!

00:09:15: Ich will doch dass die Kundinnen, die wir haben, die Konzerne, die Unternehmen rausgehen und was Neues haben das sich vielleicht irgendwie mal ungewont anfühlt weil... Das liegt im neuen sozusagen drin Und gleichzeitig auch Lust bekommen weiterzumachen.

00:09:35: Ja, so war es dann wirklich ganz offensichtlich und ich sage ehrlich.

00:09:40: Ich hätte vor fünfzehn Jahren nicht gedacht dass ich ein Telefon höre, wirklich hochnehme und sage Sandra Kaul kiwi blau.

00:09:47: Und heute mache ich das täglich, weiß es nicht, zwanzig mal!

00:09:52: Es kommt zu flüssig über meine Lippen Also ist schon...es ist besonders und immer noch besonder für mich Und trotzdem so gewohnt und so warm, was mir besonders gefällt auch mit meinen KollegInnen.

00:10:09: Wir sind jetzt zu fünf bei Kiwi Blau.

00:10:12: Wir werden die Kiwis genannt.

00:10:14: also wenn unsere Kundinnen mit uns arbeiten wollen dann sagen sie können wir da nicht auch noch mal ein Kiwi dazu haben?

00:10:19: das finde ich ganz schön.

00:10:21: Abtowerk

00:10:22: seid ihr dann Kiwi-Blaut?

00:10:25: Genau!

00:10:27: Wenn die Veranstaltung so gut ist dann auch das.

00:10:35: Ich finde den Aspekt super.

00:10:38: Bei meinem Nachnamen war es eigentlich bei einer Personalbedatung, wo ich immer so, ah ja, sie macht's nicht nämlich.

00:10:43: und dann habe ich gesagt, weil das gar nicht mit mich geht!

00:10:48: ist ja nicht ich.

00:10:49: Deswegen wird Wei auch klein geschrieben, also immer wenn es großgeschrieben wird, ne da geht's nicht um uns das geht um andere.

00:10:56: deswegen habe ich die ganze Zeit so genickt weil ich das ganz toll finde.

00:10:59: aber

00:11:00: wenn wir schon beim Wei sind wie bist du denn überhaupt dazu gekommen zu sagen?

00:11:04: Weil Du gerade gesagt hast Ich hatte ja Zeit Wieso hattest du denn so viel Zeit zu sagen, mit Rotwein nach einem Namen für eine Firma?

00:11:20: Also ich war sehr lange in der Kommunikation tätig.

00:11:24: Ich war in Kreativagenturen und ganz im Schluss in dem Verband für nachhaltige Mobilität.

00:11:33: Und dieser Job war auf der einen Seite mega erfüllend und super lehrreich, hat mich aber auch echt viel Kraft und Energie gekostet.

00:11:40: Ich war einfach oft wahnsinnig jung!

00:11:42: Ich bin mit achtundzwanzig da eingestiegen und mir fehlte tatsächlich ein bisschen Rücken auch um gewisse Situationen auszuhalten, um ehrlich zu sein.

00:11:51: Und ich bin selber in den Coaching-Prozess eingestigen und nach jeder Sitzung dachte Wow!

00:11:57: Was hat diese Frau gerade in dieser Stunde mit mir gemacht?

00:12:00: Und wie viel klarer sehe ich, dieses Handwerk will ich auch lernen.

00:12:06: Ich bin aus dem Coaching-Prozess rausgekommen und habe erst mal gekündigt.

00:12:10: Also das war total klar am Ende des Coachingzykluses, dass ich aus diesem Job heraus möchte und was anderes machen möchte.

00:12:19: Der erste und einfachste Schritt durch mein Netzwerk war eine Selbstständigkeit zu gehen.

00:12:26: War das

00:12:26: Coaching verbunden mit der Arbeit oder hast du das privat gemacht?

00:12:30: Das habe ich privat gemacht.

00:12:32: Ja, genau also das wusste auch keiner dass sich in so ein Prozess eingestiegen bin.

00:12:37: dementsprechend war es auch tatsächlich für meinen Geschäftsführer damals auch überraschend Dass ich dann gekündigt habe.

00:12:44: Genau und der erste Schritt.

00:12:46: wie gesagt Ich hatte Netzwerk, ich hatte genug Erfahrung In der Kommunikationsbranche.

00:12:50: Ja klar, bucht mich doch für eure Jobs.

00:12:52: Hier ist die neue Festefreihe in diesem ganzen Berliner festefreie Zirkus und dann brauchte ich natürlich Kundinnen

00:13:04: etc.,

00:13:04: hat mir meine Termine gemacht und interessanterweise waren wir dann ganz oft so schlecht morgens und ich dachte so war ich habe einen Magen-Darm-Infekt Turns out, der Magen-Damen-Fact heißt Helene und ist vierzehn Jahre alt.

00:13:17: Ich hab ein Kind bekommen in der Zeit und zeitgleich meine systemische Coaching Ausbildung gemacht.

00:13:26: also es war wirklich alles parallel.

00:13:28: ich habe es mir nicht ausgesucht aber das Leben hat's mir so gegeben dass sich quasi mit Baby im Bauch und dann Baby auf dem Arm meiner Ausbildung fertiggemacht haben am systemischen Zentrum.

00:13:42: Ja, das war natürlich dann nochmal ein anderes Setting.

00:13:45: Ich hätte nicht erwartet dass ich mich erst mal wirklich um ein Kind und um Familie kümmere und dementsprechend hatte ich viel Zeit.

00:13:53: also wenn immer die Kleine geschlafen hat habe ich mich um mein Business gekümmert hab mir überlegt was ist mein Angang wie möchte ich es machen?

00:14:01: Und es war auch sehr früh sehr klar dass ich aus dem Reinkoaching rausmöchte und tatsächlich in die Unternehmensentwicklung weiter rein.

00:14:09: Und so gab es diese Abende mit Rotwein und schlafenden Baby.

00:14:14: Das hört man ja nicht so oft, dass wenn man sagt naja ich hatte ein Baby und so wird sehr viel Zeit!

00:14:20: Ja genau weil ich wollte gerade sagen wie wir jetzt haben wir schon wieder Parallelen habe ich gerade festgestellt weil ich habe nämlich ich bin selbstständig geworden und habe gegründet als ich Schwanger bzw meine erste Tochter Mirabella bekommen habe Und auch mit Übrigens, achtundzwanzig war ich damals.

00:14:38: Ehrlich ist Alter wie du und... Ich hatte Nullzeit!

00:14:43: Abgesehen davon durfte ich auch kein Rotwein trinken.

00:14:45: Ich weiß nicht,

00:14:46: wie es dir gelungen ist.

00:14:47: Aber also keine Zeit, kein Rot Wein immer irgendwie auf Achse und das Gefühl, ich reiche nicht.

00:14:56: Also jeder zu Hause noch meinem Kind, noch meinem angehenden Business.

00:15:04: Sehr guter Punkt.

00:15:04: Ich komme da gleich drauf, also erstens ich konnte Rotwein trinken weil ich früh abgestillt habe oder vielmehr meine Tochter sich dazu entschieden hat dann lieber mal einen Würstel vom Tisch zu klauen als weiter sich stillen zu lassen.

00:15:19: das war ihr Lieber!

00:15:21: Das auf der einen Seite.

00:15:21: und auf der anderen Seite hatte ich von Anfang an ein Mann der wahnsinnig gerne und viel mitgeholfen hat und zwar nicht nur helfen nein er hat einfach Verantwortung übernommen.

00:15:32: Und die Tatsache, dass ich überhaupt gründen konnte, lag ja unter anderem auch daran.

00:15:38: Weil wir dieses Agreement hatten... ...dass ich mich nicht nur um die CareAbild kümmere sondern eben auch genug Zeit habe mein Business aufzubauen,... ...das er die Familie finanziell getragen hat etc.

00:15:51: und dadurch ist tatsächlich bei mir auch Zeit entstanden.

00:15:55: Aber jetzt komme ich darauf zurück Elena was du gerade gesagt hast!

00:16:01: Dieses Spannungsfeld, was du beschreibst war für mich der Grund die Work-Life Balance in Frage zu stellen.

00:16:08: Da fing der Gedanke an ich habe immer wieder Situationen erlebt wo ich dachte Ich bin eine verdammt schlechte Mutter!

00:16:16: Ich bin so eine schlechte Ehefrau und ne Unternehmerin bin.

00:16:19: nicht gar nicht weil ich hab ja nicht mal richtig damit angefangen und ich wollte immer diese Balance herstellen, und ich habe es nicht hinbekommen.

00:16:26: Es ist mir nicht gelungen!

00:16:28: Ich hab irgendwie immer gedacht so jetzt arbeite ich eine Stunde dann muss sich aber auch eine Stunde was mit meinem Kind machen oder mit meinen Mann machen oder für mich selber investieren und ich war nur am quasi internen Excel-Tabellen ausfüllen.

00:16:42: Mein Beruf ist gar nicht so.

00:16:44: Mein Beruf hat Peak Times, es gibt Zeiten wo ich einfach hundert Prozent meinen Beruf machen möchte weil ich ihn dann gutmachen kann.

00:16:53: und das bedeutet dass in dieser Zeit eben mein Mann oder das ganz tolle Netzwerk an Freundinnen und Freunden da sein muss.

00:17:01: für meine Tochter Und Ich habe das sehr vermisst dass meine Eltern nicht in der Gegend wohnen.

00:17:07: Meine Eltern leben In meiner Heimatstadt in Worms in Rheinhessen.

00:17:12: Ich hätte es gerne gehabt, dass ich diese Nähe gehabt hätte.

00:17:16: Dass sie einfach auch meine Mutter, die eine fantastische Person ist und die mir so viel beigebracht hat.

00:17:21: Auch in meiner Nähe ist um hier im Alltag mit Kind hilft.

00:17:25: aber wir haben es geschafft das uns in Berlin nachzubauen also einen Freundeskreis zu basteln der auch Bock auf unser Kind hat dem mitgeholfen haben Und das funktioniert eigentlich bis heute ganz gut.

00:17:40: Dann habe ich mich gefragt, wenn diese Balance nicht funktioniert was ist es denn dann?

00:17:44: Was verdammt noch mal will ich denn in diesem Spannungsfeld zwischen Beruf und Freizeit?

00:17:51: Was will ich da eigentlich haben?

00:17:54: Für mich als junge Mutter, junge Unternehmerin ist irgendwann klar geworden Ich will dass mein Leben diesen Job gut findet nicht Platz machen muss für den Job, sondern sich das harmonisiert auf eine Art und Weise.

00:18:14: Also dass wir Wege finden, dass sich wirklich mein Leben so habe ich es ja formuliert in den Job verknallen kann.

00:18:21: Und ich hab schon rausgehört an der Anmoderation ihr seid beides skeptisch haut alles raus was ihr an Widerworten habt.

00:18:30: Ich glaube trotzdem dran, auch wenn es vielleicht manchmal unerreichbar ist – weil es gibt Situationen, Lebenssituationen und soziale Situationen wo das vielleicht super schwer nur möglich ist aufgrund der Job-Situation etc.

00:18:43: Aber wie wäre's denn, wenn wir das zumindest mal als Nordstern an unseren Horizont kleben würden?

00:18:50: Zumindest versuchen würden das zu erreichen und eben nicht mehr uns zu Drangsalieren irgendeinen Ausgleich herzustellen, sondern eher dafür zu sorgen.

00:19:00: Klar für sich selber zu haben jetzt investiere ich mehr Zeit in meinen Job oder jetzt investier' ich auch bewusst mehr Zeit an meine Familie In die Pflege was auch immer gerade dran ist.

00:19:12: Und ja deswegen gibt mir gerne wieder Worte Ich lerne jeden Tag mit dem Begriff dazu

00:19:19: Gar nicht.

00:19:19: Also ich, zumindest von meiner Seite nicht.

00:19:22: Wir... also vor allem so wie du das beschrieben hast hatten wir das im Podcast auch schon mehrfach nur dass wir das eher Worklight Conclusion genannt haben weil es eigentlich, ich mag das mit der Balance auch nicht.

00:19:36: Weil wie du sagst dann ist man eh so die ganze, da hab' ich jetzt so viel reingelegt und da habe ich's so viel rein gelegt.

00:19:42: Und am Ende geht es ja um die Qualität.

00:19:44: und ob bei einem Crush geht es um die qualität?

00:19:46: Und ob beim Crush ist nicht immer alles wunderschön?

00:19:49: Da gibt es Aufs- und Abs!

00:19:51: Also daher finde ich sich mit dem Crush gar nicht, gar nicht so verkehrt.

00:19:55: Ich glaube dass... ausgeglichenes, wir alle sind auf irgendeine Art und Weise verliebt.

00:20:02: Nichtsdestotrotz muss man glaube ich dazu sagen ist es ein doch sehr privilegierter Blick.

00:20:12: Genau das liegt mir tatsächlich aber der Zunge gerade die ganze Zeit.

00:20:17: Ich glaube also ist ganz geil wenn wir uns das leisten können Und ich meine nicht nur finanziell, dass wir wirklich auch Partner haben die das auch mittragen.

00:20:28: Die daran auch glauben, die es auch leben weil du hast gesagt mein Leben soll ein Crash auf meiner Arbeit haben.

00:20:35: aber wie definierst du dein Leben?

00:20:37: Weil deine Tochter deinen Mann deine lieben Menschen das ist das dein Leben.

00:20:42: Das heißt sie müssen auch aktiv Nicht nur tragen, sondern wie soll man sagen?

00:20:49: Also sie müssen halt auch diesen Trash haben.

00:20:51: Genau!

00:20:53: Und ich glaube tatsächlich also dass wir aus einer sehr privilegierten Situation darüber sprechen können und das ist mehr oder weniger für viele Menschen auch ein Luxus ist.

00:21:03: Das heißt du selber schon auch als Kritikpunkt mit der Wind oder aufgenommen trotzdem als Vision natürlich es toll zu

00:21:11: haben

00:21:13: Wie können wir aber mehr Menschen darin partizipieren lassen bei diesem Konzept?

00:21:18: Ist es möglich?

00:21:20: Ich weiß es nicht.

00:21:21: Ich bin ja immer noch auch fünfzehn Jahre nach Erfindung dieses Begriffes, und ich finde der Diskurs darüber das ist was es spannend macht.

00:21:32: Und gerade wenn ich mit Menschen arbeite zum Beispiel Blu-Color ArbeiterInnen.

00:21:39: Also Menschen, die wirklich einen Blaumann anhaben, die auf dem Werksgelände an der Produktion stattzustellen können erstmal gar nichts damit anfangen und ich finde es total toll deren Widerworte an dieser Stelle auch zu hören weil genau diese Widerwoorte helfen ja der Idee noch weiterzukommen.

00:21:57: und zwar habe ich ganz oft gehört so Ja Ich kann mir das ja nicht aussuchen.

00:22:01: Ich muss das ja machen.

00:22:03: Ich hab keine andere Chance.

00:22:05: wie soll sich denn mein Leben in den Job verknallen, den ich eigentlich gar nicht mehr machen möchte.

00:22:10: Verstehe ich total?

00:22:12: Aber das kann auch im Kleinen stattfinden!

00:22:14: Also zum Beispiel hatte ich genau mit diesen Leuten, also mit diesem Team hauptsächlich Männer die am Fließband gearbeitet haben.

00:22:24: Hatte ich so eine Diskussion gehabt wo ich dann auch mal nachgefragt habe wie ist es denn eigentlich mit euren Überstunden?

00:22:30: Wie ist das denn eigentlich der Art und Weise wie hier auch teilweise mit euch gesprochen wird?

00:22:37: Sagt ihr da was?

00:22:38: Nö!

00:22:40: Wieso sagt ihr denn nichts?

00:22:43: Weiß ich nicht.

00:22:44: Okay Aber was muss passieren, dass ihr in die Lage kommt solche Themen auch mal anzusprechen.

00:22:53: Einfach zu sagen kannst du bitte ruhig mit mir sprechen wenn du schreist höre ich dich gar nicht so gut oder Ich mache diese über Stunden aber ich möchte das dir auch ordentlich dokumentiert sind also Was was bräuchte ihr dafür?

00:23:09: und dadurch hat sich dann auch wieder Mit diesem Team noch mal ganz anderer Aspekt gezeigt, also tatsächlich nochmal zu gucken.

00:23:17: So was wie würden die nie im Mund nehmen bedürfnisorientierte Kommunikation?

00:23:22: nix des thema hieß bei uns sagen was ist und sagen wir geübt und dieses sagen was is genau das was ich meine mit einer work life crash?

00:23:32: Also nutze dass was du jetzt gerade hast.

00:23:35: in dem falle war ich das als externe begleitung in dieser organisation die mit diesen Leuten ein sagen was es entwickelt hat und turns out, das war gar nicht mal so schwer.

00:23:47: Weil sie wussten schon sehr genau was sie brauchen und wie sie's brauchen und wies viel besser funktionieren kann.

00:23:54: und sind immer mehr und da ist es wie bei einem Muskel den man einfach hart trainiert, die sind immer besser geworden.

00:24:03: Was so interessant war, die ganze Stimmung ist dort auch besser geworden.

00:24:07: Und am Ende des Tages – ich bin natürlich auch nicht blöd!

00:24:10: Ich habe mal geguckt ob wir irgendwie ein Kappi-I dahinter klemmen können also wo wir zum Beispiel Fertigungszeiten messen können, Zykluszeiten

00:24:18: etc.,

00:24:19: die hab' ich natürlich in der Nullmessung gleich einmal mit abgeholt.

00:24:24: hat funktioniert.

00:24:25: Sie sind schneller geworden, stellt euch das mal vor.

00:24:28: und dass einfach nur weil sie gelernt haben ich habe einen Mund und nicht darf auch sagen was ich brauche.

00:24:34: schön!

00:24:35: Und das ist Work-Life Crush vielleicht in kleiner aber und weniger privilegiert aber ein bisschen mehr.

00:24:44: Darf ich?

00:24:45: Unbedingt!

00:24:47: Elena und Riva waren gerade genau.

00:24:48: wir

00:24:49: mussten uns erstmal abstimmen

00:24:50: wer jetzt als erstes

00:24:51: los schießt.

00:24:53: also zum einen mega, dass ihr die Sprache genutzt habt.

00:24:58: Die das Zielpublikum spricht?

00:25:00: Das wird so oft nicht gemacht.

00:25:02: also großer Respekt dafür.

00:25:05: und zum anderen das mit dem Crush finde ich spannend weil das ja eine sehr erwachsene und moderne Art ist verliebt sein das crush sein zu verstehen Weil es ist nicht dieses blinde einfach nur ja und alles ist rosarot sondern tatsächlich.

00:25:23: Ich glaube, das ist nochmal ein wichtiger Punkt zu sagen.

00:25:27: Es geht eben nicht um die rosa-rote Brille!

00:25:30: Es geht ganz und gar nicht um diese Brille.

00:25:33: Wie oft ist es in unserem Job so, dass wir genau diese Brile abnehmen müssen?

00:25:38: Und dass wir auch unsere Kundinnen mit aller Liebe dazu zwingen, die auch wirklich runterzunehmen.

00:25:46: Also wenn ich zum Beispiel sehe gerade in den letzten zehn Jahren – ihr werdet das mitbekommen haben – jede Organisation hat ein Werteworkshop gemacht!

00:25:56: Borgan, was ist ein Werteworkshop?

00:25:59: Da kommen immer die gleichen Begriffe raus und zum Schluss macht eh keiner, was da mal auf diesem Flip-Chart steht.

00:26:06: Also

00:26:07: der

00:26:07: Werte... Ja, es ist so schön, so kleidsam!

00:26:12: Aber das ist genau...

00:26:13: Immer guter Grund für Menschen zu sagen ich gehe wegen den Werten weil sie nicht gelebt werden.

00:26:19: Ja, dafür ist es nicht praktisch.

00:26:21: Okay dann hast du mir den einen Grund gegeben!

00:26:25: Also für mich...

00:26:27: Wirklich also bei mir ist das ganz oft, dass es mir gesagt wird ja ich möchte wechseln weil die Werte die an der Wand stehen nur dort spielen und nicht gelebt werden

00:26:36: Genau.

00:26:37: Und das zerreißt mir das Herz, ne?

00:26:39: Ich kann das nicht aushalten.

00:26:41: und wie viele Werte Workshops machen wir denn

00:26:43: noch?!

00:26:44: Ich will keine Werte an die Wand schreiben!

00:26:45: Die kann ich euch selber in die Wand schreiben.

00:26:47: da sparen wir uns direkt mal ein Tag Workshop weil die...ich weiß genau was ihr alle wollt.

00:26:51: Ich will wissen warum tun wir es nicht?

00:26:54: Und dafür muss ich die rosa-rote Brille runternehmen.

00:26:57: Ich kann nicht sagen, oh schi-chi hu-hu wir machen einen Workshop High und haben uns alle total schrecklich lieb!

00:27:02: Ich bin dann doch eher diejenige, die mal kurz ein Verkniffenes Gesicht macht und sagt schön dass wir das wollen aber warum haben wir was anderes?

00:27:08: Was haben wir denn stattdessen?

00:27:10: Und was ist der gute Grund dafür, dass wir eben nicht offen sind?

00:27:14: Was ist der guter Grund dafür , dass wir nicht klar kommunizieren?

00:27:20: Also wenn ich das jetzt nochmal zusammenfassen darf, wie ich dich jetzt verstanden habe.

00:27:26: Bist du der Meinung dass es möglich ist alle Menschen unabhängig von ihrer Tätigkeit dach hinzubringen ihren Job wirklich zu lieben?

00:27:39: Also im Sinne von Sinek... I don't like my job but i love my job und mehr oder weniger in auf unterschiedlichen Ebenen, in unterschiedlichen Kontexten diesen Crash zu erleben.

00:27:57: Ich würde so gerne jetzt ja brüllen und danach einen Punkt setzen!

00:28:01: Kann ich aber nicht.

00:28:02: Will ich auch gar nicht!

00:28:03: Erstens, weil ich weiß dass das nicht immer der Fall sein kann.

00:28:07: Ich glaube aber fest daran, dass wir den Job dem wir gerade ausführen vielleicht besser machen können in dem Menschen lernen für sich einzustehen zu formulieren wo tatsächlich irgendwie der Schuh drückt oder was einfach auch nicht geht oder Stoppschilder zu setzen bei Übergriffigkeiten etc.. Das auf der einen Seite.

00:28:27: und auf der anderen Seite Zitiere ich vielleicht an der Stelle den Bergemann, einer der Hauptbegründer dieser New Work Bewegung.

00:28:38: Der ja gesagt hat wir brauchen im Grunde wenn wir beruflich tätig sind so drei Säulen.

00:28:42: so ein Job muss uns satt machen damit müssen wir Geld verdienen einen Job sollte Auswirkungen positiver Natur für unsere Gesellschaft haben.

00:28:52: und in diesem dritten Job machen wir etwas was wir einfach machen wollen weil wir und damit selbst ausdrücken können durch eine berufliche Tätigkeit, die aber nicht unbedingt monetarisiert sein muss.

00:29:05: Da glaube ich total dran!

00:29:07: Und ich glaub das schönste Coaching was ich jemals hatte mit einer Einzelperson war ein Designer der ursprünglich Martischler war und er war bei einem sehr großen Designhaus hier in Deutschland in einer sehr hohen Position und kam Todesung glücklich zu mir ins Coaching meinte Ich will das alles nicht mehr.

00:29:28: Dann haben wir darauf hingearbeitet, was will er denn eigentlich?

00:29:32: Was ist denn wirklich dran?

00:29:34: und der hat glänzende Augen bekommen wenn er mir gesagt hat weißt du so ein Stück Holz in die Hand nehmen und da mal gucken was will dieses Stück Holz werden?

00:29:41: wird es ein Tisch?

00:29:43: wird es einen Schrank?

00:29:45: wie wird dieser Schrank ausschauen?

00:29:48: Und da war natürlich total klar, der muss irgendwie aus diesem Job raus und er muss wieder Tischler werden können usw.

00:29:55: Er war Feuer und Flamme und ja ich hab das finanzielle Polster!

00:29:58: Ich probiere es mit der Selbstständigkeit.

00:30:01: Ja dann kam irgendwann die vorletze Coaching-Sitzung.

00:30:05: Wir waren eigentlich dabei so ein Schleifchen drauf zu machen auf diesen Businessplan.

00:30:12: Da meinte er so, ich will das nicht und ich so oh okay interessant Wo kommt's her?

00:30:18: Na meint er, ich hab die ganze Zeit in diesem Businessplan überlegt wie ich die Vermarktung machen kann und da wird mir jedes Mal so schlecht weil ich habe keine Lust auf die Vermartung.

00:30:26: Da muss ich ja damit Geld verdienen!

00:30:30: Will ich doch gar nicht.

00:30:31: Naja von was willst du denn leben?

00:30:33: also ich weiß es nicht.

00:30:34: Und dann ich gesagt okay... Was wäre denn wenn wir diese Trias von monetarisierter Job etwas Gutes für die Gesellschaft Das machen, was du gerne machen möchtest.

00:30:48: Wenn wir das mal anwenden?

00:30:49: Einfach als Modell!

00:30:50: Wir probieren es aus.

00:30:51: Haben wir gemacht und jetzt ist er im Knast... Als Schließer.

00:30:55: Der arbeitet als Schließler in der JVA.

00:30:58: Was ist dein

00:31:00: Schließter?

00:31:02: Er macht die Türen auf und zu.

00:31:06: Der ist Beamter geworden.

00:31:09: Und schließt Tünen auf und so.

00:31:13: Macht natürlich noch ganz viel mehr.

00:31:15: Also das ist sozusagen die kurze Variante.

00:31:18: und der so happy, der findet es so toll weil er halt wie gesagt diesen monetarisierten Job hat.

00:31:23: Der ist super sicher als Beamter.

00:31:25: Er hat seine klaren Routinen.

00:31:27: Er sagt dass auch alles manchmal so brainless ich musste darüber nicht viel nachdenken.

00:31:31: Hat sich eine Werkstatt eingerichtet macht dort das was das Holz ihm sagt.

00:31:38: manchmal verkauft er das auch manchmal steht das auch um aber da gibt's kein Druck Da ist kein Leistungsdruck dahinter.

00:31:45: und tatsächlich durch die Arbeit in der JVA hat er auch nochmal ganz anderen Zugang zu anderen sozialen Segmenten.

00:31:59: Engagiert sich dort.

00:32:00: Also im Grunde hat er genau das umgesetzt, was New Work als Basisidee auch mitgebracht hat und ich finde es so schön.

00:32:07: und für mich ist auch das eine Gestaltung von Work Life Crush an der Stelle.

00:32:12: Und natürlich und dieses Argument werde ich nie wiederlegen können Auch wieder aus einer privilegierten Haltung heraus.

00:32:20: Aber ja also Ich rede gerne darüber.

00:32:23: Ich lerne mehr und manchmal kann man auch damit inspirieren weil Wer sagt, dass es nicht geht?

00:32:32: Mit einem Crush streitet man sich manchmal.

00:32:35: Ja!

00:32:38: Wie streitest du dich mit deinem Unternehmen?

00:32:40: Gab es Punkte wo du gesagt hast Boah ich möchte dich nicht mehr, du bist doof oder warst die ganze Zeit rosa rot?

00:32:48: Nein blau, Kiebeblau war das immer.

00:32:51: Rosa blau?

00:32:54: Rosa blaue Brille

00:32:57: Also... Ich hab mich... Oh stimmt Lestina ist passend dazu angezogen.

00:33:02: Rosa Blau, ja es war intimiert.

00:33:06: Ich glaube auch.

00:33:08: Ja

00:33:09: also mit Kiwi Blau hatte ich nie ein Problem gehabt weil Kiwi blau ist meine Spielwiese auf der kann alles stattfinden.

00:33:16: was ich möchte womit ich doch sehr stark gehadert habe war so eine Zeit vor ich würde sagen vor sechs Jahren.

00:33:29: Da habe ich sehr gehardert.

00:33:33: Und zwar war das so diese Zeit, wo wirklich auch der letzte Mensch durch die Gegend gerannt ist und geschrieben hat wir müssen agil werden?

00:33:44: Und ich hier ist mal dachte so grusel!

00:33:46: Wieso müssen wir das denn also jetzt bitte nicht die nächste agile Transformationen und tausende neue Ablaufprozesse kreieren, die meilenweit von den Bedürfnissen der MitarbeiterInnen entfernt sind mit neuen Rollenprofilen und Fancy-Namen.

00:34:04: Die keiner mehr versteht so ühr!

00:34:07: Das fand ich ganz schlimm.

00:34:09: Ich habe also mehr mit dem Business Case in einer Ausrichtung gestruggelt als mit meinem eigenen Unternehmen.

00:34:16: Und ich glaube das liegt halt wirklich daran weil Kiwi Blaue eben eine Spielwiese ist und ich hab ja am Anfang auch gesagt, Seitig bin ich auf jeden Fall in der Neuorientierung.

00:34:27: Also es wird auch was Neues kommen und zum Beispiel ist...

00:34:32: Ja, sorry!

00:34:33: Ist es dann ganz kurz nochmal zu diesen sechs Jahren bevor du da jetzt weggehst und die Disziplung schaust?

00:34:40: War das dann der Zeit wo du deinen Bikini-Modell entwickelt hast oder wann ist es das geboren?

00:34:47: Das Bikini-Modell ist älter, das ist geboren worden weil ich mit meinem Kunden und einer großen Beratung in einem Prozess war.

00:34:58: Und die große Beratungen ziemlich genervt waren von uns Kiwis, weil wir halt auch im Zweifelsweile Widerworte gegeben haben oder Aussagen getroffen haben wie es interessant ist.

00:35:07: Das müssen wir uns genauer angucken!

00:35:09: Wir wollen Fundiert darauf Antworten und die Antwort, ja.

00:35:13: Die Antwort können wir halt erst später liefern.

00:35:15: beziehungsweise guter Ansatz lasst es uns erstmal ausprobieren und schauen ob's bei unseren Mitarbeiterinnen auch wirklich ankommt.

00:35:22: das mochte die andere Beratung nicht Und die haben quasi auf jede Frage immer mit so einem Phasenmodell geantwortet.

00:35:30: Das war so kundestellt frage.

00:35:32: sofort war die antwort da phasenmordel-phasemodell und ist erst dort mit mit meinem damaligen Mitarbeiter und ich habe richtig gemerkt, meine Hüfe scharen.

00:35:44: Das war so ... Ich glaube neun Jahre ist das jetzt her!

00:35:49: Und wir sind rausgegangen und er guckt mich an und meinte Sandra du musst mir hier sofort sagen was es ist?

00:35:54: Ich hab die ganze Zeit deine Anspannung und deine Energie gespürt und ich muss wissen was in deinem Kopf vorgeht.

00:36:00: Da ich ihn angeguckt habe gesagt weißt Du was?

00:36:02: Wir erfinden jetzt auch ein Phasenmodell.

00:36:05: Das nächste mal sitze ich hier und werde sagen, in unserem Phasenmodell ist das nämlich ganz anders geregelt.

00:36:09: So nehmlich!

00:36:10: Ich war richtig hüten... Und er lachte ja auch und er ist auch Organisationspsychologe und meinte da so Ja machen wir gut.

00:36:18: Dann haben wir uns drei Tage eingeschlossen alle Jobs verschoben zu den Kolleginnen weiter gegeben usw.

00:36:24: und haben Phasemodell als Basis entwickelt.

00:36:27: Wieder mit viel Rotwein auf entsichtlich, um ab so einen Namen zu

00:36:30: kommen.

00:36:31: Diesmal nicht.

00:36:33: Der Name ist gekommen, glaube ich immer noch aus dieser leicht wütenden Haltung heraus weil normalerweise haben Phasenmodelle entweder den Namen der Erfinder in oder es ist ein Akronym das irgendwie schlau daherkommt und ich dachte mir, ich will was?

00:36:51: Was einfach wo jeder aufwacht am Tisch.

00:36:53: also

00:36:54: wenn ich sage... Vielleicht geht die nichts wissen was ein Phasemodell ist vielleicht ist da nicht jeder ganz so drin im Beratungsthemen.

00:37:01: Magst du das nochmal kurz zusammen?

00:37:03: Klar,

00:37:04: Phasenmodell.

00:37:05: Also gerade in der Transformation versucht man um das Besserhand haben zu können und das Managen zu können einzelne Phasend abzustecken also Zeiträume abzustecken wo gewisse Themen stattfinden.

00:37:17: Es gibt

00:37:18: das

00:37:18: ADKA-Modell wo es erstmal um Attention geht und ihr merkt danach Desire usw.. Wir haben mit dem Bikini-Modell auch ein Phasenmodell hergestellt, das aber wirklich noch mal ganz anders denkt.

00:37:33: Dass die systemische Haltung integriert und dass iterative Arbeiten integrierte, dass sehr Mitarbeiterinnen bezogen ist – vor allen Dingen aus unserer Perspektive Antworten gibt auf große Herausforderungen in Wandelsituation.

00:37:50: Also das, was man immer wieder mitbekommt und hört in den Organisationen oder was wir auch spüren wenn Transformationen angestoßen werden also Widerstände etc.

00:38:00: Genau!

00:38:02: Es gibt schon wahnsinnig viele Phasenmodelle, ich bin noch nicht der Meinung das es noch eins brauchte.

00:38:06: Ich war nur der Meinung ich will jetzt eins weil ich damit kontern möchte.

00:38:09: Ich bin wie gesagt also Kivi Blau ist mein Spielfeld und dann gehe ich manchmal auch spielen und manchmal auch mit einer geballten Faust in eine Rocktasche.

00:38:17: Das mag sein!

00:38:19: Und wieso Bikini Modell?

00:38:21: Wie gesagt geboren ein bisschen aus dieser Wut.

00:38:25: Ich will, dass jeder wach wird am Tisch wenn dieses Phasenmodell benannt wird.

00:38:31: Und ich schwöre euch, wenn eine blonde Frau irgendwo steht und sagt wir entwickeln diese Maßnahme anhand des Bikini Modells, definitiv hört euch jeder zu!

00:38:43: Weil im Business-Context fällt dieser Begriff Bikinni ganz selten.

00:38:48: Und wenn ist er auch eher seltsam konnotiert, aber wir können ihn gut auflösen und vor allen Dingen setzen wie es tatsächlich jetzt seitdem's entwickelt ist auch aktiv ein.

00:38:58: Weil natürlich waren die beiden Organisationspsychologen dann auch feier und wollten wissen... funktionieren die Ideen, die wir dahinter hatten.

00:39:06: Und ich habe es ja schon angekündigt ein Buch erscheint hier so am Horizont das geschrieben sein möchte.

00:39:13: Es wird genau darum gehen also das Bikini-Modell so zu beschreiben dass es auch von anderen angewandt werden kann und dass wir dann Ja richtig aus Wut wird

00:39:24: Mut!

00:39:24: Das halten wir schon öfters oder im Podcast?

00:39:29: Okay, die Wutige Sandra ist sehr produktiv.

00:39:33: Haben wir festgestellt?

00:39:35: Aber nicht immer hast du selber über deinen eigenen Weg der Way entschieden.

00:39:45: Ich glaube, du weißt worauf ich hinaus möchte und zwar nochmal ganz viele Vorstufen!

00:39:52: Vor Kibi Blau und vor deinem Unternehmen, und für deinem Modell von Bikini usw.

00:39:59: Sondern als du gerade mal fertig mit dem Studium warst... Wir hatten das Thema öfters im Podcast.

00:40:06: Wer war eigentlich dein Mentor oder Mentorin?

00:40:10: Und in den meisten Fällen waren es tatsächlich Männer!

00:40:15: Jetzt war ich sehr überrascht über die Story, die du mir vorhin erzählt hast.

00:40:20: Und ich möchte dich einladen diese Story vielleicht nochmal kurz zu wiederholen wie das bei dir war und warum du eigentlich nicht da gelandet bist wo du gerne wolltest und warum das im Endeffekt auch ganz gut war für deinen Weg Auch wenn du das nicht selbst entscheiden durftest.

00:40:37: Ja, ich habe es absolut nicht selbst entschieden.

00:40:40: Es wurde für mich entschieden und ich bin wahnsinnig dankbar!

00:40:44: Die Situation war so... Ich hab bei Siemens Mobile gearbeitet in der internen Kommunikation und hatte mit Claudia Bennewitz eine Frau die ... der ich so viel zu verdanken habe Eine fantastische Chefin.

00:40:59: Die hat einen tollen Job gemacht, die hat mich gefördert und für mich war total klar wenn ich dieses Studium fertig habe möchte ich in dem Job weiter arbeiten.

00:41:08: Ich will dort wachsen!

00:41:10: Ich will mehr Siemens Mobile und vielleicht dann auch aus der internen Kommunikation raus und mich entwickeln.

00:41:16: Hab von einer größeren Wohnung geträumt und es war fantastisch.

00:41:21: Ich hab den Münchner Sommer auf mich zukommen sehen und hab mich gefreut Und wir hatten ein sehr vertrautes Verhältnis und sie hat mich dann zum Essen eingeladen.

00:41:31: Und dabei hat sie mir erklärt, dass sie mich kündigen wird und das ja auch weiß, dass ich jemanden in Berlin kennengelernt habe.

00:41:42: Sie weiß, daß ich mich eigentlich fachlich weiterentwickeln möchte.

00:41:46: also ich wollte aus der reinen Produktschiene raus und mehr eben auch in gesellschaftspolitische Themen einsteigen.

00:41:53: Und da meint sie so, pack deinen Koffer.

00:41:55: Geh nach Berlin.

00:41:56: Such dir einen Job in der politischen PR und geh dein Weg!

00:42:00: Ich geb dir Rückenwind im Sinne von einer kleinen Abfindung die es dir leichter machen soll diesen Weg zu beschreiten.

00:42:08: aber hier wirst du keine Zukunft haben.

00:42:11: Das war so hart.

00:42:14: das war so so hart weil damit ein Zukunftstraum von jetzt auf gleich kaputt gegangen ist.

00:42:23: Also alles was ich mir vorgestellt habe, die tolle Wohnung in München der Sommer in Münchern.

00:42:30: natürlich gab es die Beziehung in Berlin und das war klar.

00:42:34: dass wir pendeln werden und dass sich berlin auch toll fand war auch klar.

00:42:38: aber mit einem mal war alles weg.

00:42:42: Naja, was ist danach passiert?

00:42:45: Sie meines Mobile wurde verkauft wie man ja auch nachlesen kann und die Verträge, die relativ neu waren wurden aufgekündigt beziehungsweise ich hätte gar keinen neuen Angeboten bekommen also wäre ich arbeitslos geworden.

00:42:57: Und sie wusste das und ahnte das egal wie gut meine Qualifikation damals war.

00:43:03: aber es war einfach eine rein rechnerische Sache Naja, und dann habe ich mir mit ihrem Rückenwind meine Tasche gepackt und bin nach Berlin gegangen.

00:43:12: Und wir haben immer wieder Kontakt!

00:43:15: Ich profitiere so sehr von Ihren Gedanken, ich profitiere sogar davon, ihren eigenen Karrierepferd zu sehen.

00:43:22: Sie ist auch Psychologin, sie hat eine Coachingausbildung gemacht, war ganz lange in Konzernen unterwegs... Das beflügelt mich immer wieder Auch neue Dinge auszuprobieren.

00:43:35: und heute lebt sie in der Schweiz auf einer Almhütte.

00:43:39: Und erzählt ihr mir dann so, ja weißt du wenn ich dann Aufträge habe?

00:43:43: Also sie arbeitet selbstständig in einem Kombinat sozusagen.

00:43:50: Und im Winter steige ich dann auf meinem Schlitten und dann fahre ich mit dem Schlitten runter ins Tal zur Station mit dem Zug weiter.

00:43:59: Ich habe dann meine Businessklamotten quasi dabei, dann ziehe ich mich um und ... Dann bin ich wieder die Business-Claudia!

00:44:05: Und das ist... Ich kann euch gar nicht sagen wie inspirierend das für mich ist.

00:44:09: Ich finde es so schön.

00:44:11: Es tut mir so gut zu sehen dass es erfolgreiche Frauen gibt, die einfach auch wilde Dinge machen und Kombinationen an Leben herstellen, die ich mir gar nicht vorstellen kann.

00:44:22: und davon will ich mehr.

00:44:24: Und trotzdem warst du damals wutig?

00:44:27: Oder?

00:44:28: Damals war ich

00:44:28: auch enttäuscht.

00:44:30: Und wo dich bis nach Berlin gekommen, gegangen oder bis nach Berlin gegangen hast hier mehrere Jobs auch in der Kommunikationsbranche Hine als dein Mann herratet.

00:44:41: und jetzt haben wir uns kennengelernt wiedergesehen.

00:44:45: Kennengelernte haben wir vor längerer Zeit aber wieder gesehen bei dem Berliner Wirtschaftspreis.

00:44:50: Man taggespiegelt und ein Mann war unter den Nominierten für den Berliner Preis, Wirtschaftspreis.

00:44:59: Dabei hatte er auch ganz vieles entwickelt in seinem Leben für Berlin sehr engagiert gewesen mit Berliner Partnern und der Senatsverwaltung

00:45:09: usw.,

00:45:10: ist bekannt für seine Kampagnen hat es alles aufgegeben und baut jetzt Fahrräder.

00:45:17: und soweit ich dich verstanden habe bist du da nicht unbeteiligt an diesem Business?

00:45:23: Nicht so wirklich.

00:45:26: Also wir sagen immer, das ist ein Familien-Business ob wir wollen oder nicht.

00:45:31: natürlich war ich von Anfang an in dieser Entwicklung beteiligt.

00:45:37: wie kam es zustande dass mein Mann eine Fahrradmarke gründet?

00:45:40: er hat kein passendes Fahrrad für unsere Tochter gefunden.

00:45:43: nachdem ich irgendwann die Hände gestreckt haben gesagt habe Leute Den Job kann ich jetzt nicht mehr machen, bis wir hier einen Fahrrad finden.

00:45:49: Hat sie schon ein Führerschein fürs Auto gemacht?

00:45:52: Also das ist so ein bisschen anstrengend weil nichts passt und entweder hat es ihr nicht gefallen oder mein Mann hat's wegen der Bauteile und der Verarbeitung nicht gefallen.

00:46:03: Und um ehrlich zu sein, ein Fahrrad ist für mich so ein Gebrauchsgegenstand.

00:46:07: Ich habe da nicht mal eine Expertise gehabt.

00:46:11: Der letzte Streifzug durch diese ganze Fahrradwelt in Berlin.

00:46:16: Dann ging dann so aus, dass meine Tochter Strahlen nach Hause kam und ich sagte, und hab den Fahrrad gekauft.

00:46:21: Und sie meinte nein!

00:46:23: Und ich so okay woher die Freude?

00:46:26: Papa baut mir eins.

00:46:28: Und dieses Papa bau'd mir eins... Mein Mann hat das gehört und er hat also wie viel mehr Stolz hätte dieser Mensch in seinem Gesicht tragen können als in diesem Moment.

00:46:39: Papa baudt mir eins und bei ihm gingen wirklich die Lampen an ganz ganz toll.

00:46:44: Und ja, dann hat er angefangen in unserer Küche ein Fahrrad aufzubauen zu prototypen und so weiter.

00:46:50: Er hat sich Bauteile besorgt und dann war das erste Fahrrad für unsere Tochter fertig.

00:46:55: Dann kam das zweite Fahrrad wie ihre beste Freundin.

00:46:57: Dann das dritte, dann das vierte und irgendwann habe ich gesagt diese Küche ist ein Ort zum Kochen.

00:47:02: Ich koche sehr gerne aber ich kann sehr schlecht kochen wenn auf dem Küchentisch einen Fahrrad in Montage Position liegt und dementsprechend habe ich ihn dann rausgeschmissen hab gesagt Also jetzt musst du es irgendwie

00:47:16: auf

00:47:17: richtige Beine stellen.

00:47:18: Such dir eine Werkstatt, mach das nebenberuflich und guck mal was draus

00:47:21: wird.".

00:47:22: Und ja so haben wir miteinander und nebeneinander her die Marke mitentwickelt, was natürlich super viel Spaß macht!

00:47:31: Ich habe ultra viel gelernt über ein Hardware-Business.

00:47:33: Ich hab vorher immer in Softwarebereichen Startups begleitet.

00:47:38: Hardware ist ein anderes Geschäft, das habe ich da lernen dürfen Aber es macht riesig viel Spaß, er hat seinen Laden in Schöneberg.

00:47:46: Er ist als Newcomer nominiert gewesen von der Berliner Wirtschaft.

00:47:51: also was will man mehr?

00:47:52: Das ist eine traumhafte Geschichte.

00:47:55: unsere Tochter fährt immer noch ein cooles Fahrrad natürlich auch immer wieder Neues natürlich.

00:48:02: Und ja, ich finde auch ganz ehrenhaft verloren gegen die Evala-App.

00:48:08: Deswegen auch Shoutout an die Damen!

00:48:10: Das ist eine fantastische Health App für Frauen in der Menopause und ich find das Thema super wichtig und toll.

00:48:19: Ja, gegen so ein Unternehmen zu verlieren ist ne Ehre – ganz toll.

00:48:28: Nein

00:48:29: du?

00:48:30: Ich dachte, ich möchte... also du kennst mich ja.

00:48:33: Ich kann ununterbrauchen fragen stellen aber wir sorgen hier zu einem volenzierten.

00:48:41: Das heißt ihr habt jetzt zwei Unternehmen, zwei Liebesbeziehungen die zusätzlich dazu kommen.

00:48:54: Also gibt es dann noch mal intern manchmal dennoch Schwierigkeiten.

00:49:01: Es ist ja so, dass das so ein Unternehmen eher nicht immer nur schön ist und es gibt ja auch mal besser dort, mal schlechtere Zeiten.

00:49:08: Und am Anfang ist es schwierig wenn man merkt okay gut jetzt habe ich die Werkstatt Die muss ja auch bezahlt werden oder keine Ahnung wird schwieriger.

00:49:19: wir hatten alle Corona-Zeiten hinter uns wo vor allem wo man Menschen treffen wollte oder Unternehmen hatte, wo man auf Menschenkontakt angewiesen ist.

00:49:28: Wo das vielleicht nicht so einfach ging?

00:49:31: Wie schaffst ihr das

00:49:34: eure

00:49:35: Liebesbeziehungen mit den Liebes- beziehungen zu euren Unternehmen zusammenzuhalten, auseinanderzuhalten?

00:49:47: Ich sage das

00:49:48: Balancieren, obwohl wir

00:49:49: gesagt haben.

00:49:50: Wir möchten das gar nicht balancieren aber dennoch hast du da irgendwas wo du sagst?

00:49:56: Das funktioniert bei uns voll gut?

00:49:59: Also erstens glaube ich sind wir voll gut darin Absprachen zu treffen.

00:50:03: als ich gegründet habe war die Absprache dass Micha erstmal alles übernimmt was Familie angeht und als er gegrundet hat hab' ich alles übernahm.

00:50:13: Und das ist, glaube ich schon mal so ein Pfad den wenige einschlagen.

00:50:16: Um ehrlich zu sein... Wenn ich eine Festanstellung gehabt hätte, hätte ich noch viel leichter Ja sagen können.

00:50:23: zur Frage Kannst du dann in der Zeit die komplette Finanzierung der Familie übernehmen?

00:50:29: Aber ich konnte es damals wirklich mit einer ganz breiten Brust und das war ein fantastisches Gefühl!

00:50:37: mich das so erfüllt hat, dass ich jetzt quasi was zurückgeben kann.

00:50:41: Dass ich jetzt sagen kann, ich übernehme die Familie und alle Kosten, die da so entstehen also wirklich von Auto bis Urlaub alles Wohnungen essen usw.. Das hat mir so viel Kraft gegeben und natürlich gleichzeitig ihm auch die Zeit und die Möglichkeit, sich da gut zu entwickeln.

00:51:03: Das war nicht leicht für ihn aus einem sehr gut bezahlten Job auch auszusteigen ohne Frage.

00:51:10: Damit geht ganz viel Sicherheit verloren.

00:51:13: Und ich glaube was super wichtig ist es diese Unsicherheit, die uns dann auch täglich zu den unmöglichsten Momenten begegnet anzusprechen.

00:51:24: Also so was wie, oh Gott ich musste heute muss sich einfach Rahmen bestellen und ich habe jetzt so ein so viel tausend Euro ausgegeben.

00:51:32: Ich hatte richtig feuchte Hände als ich die Überweisungen angewiesen habe.

00:51:37: Ja es ist voll okay!

00:51:39: Und ich werde...

00:51:40: War immer schon so?

00:51:41: Also war Michael immer schonso dass er das sich da so frei geäußert hat.

00:51:45: oder ist es keine Arbeit?

00:51:47: Nein, ich glaube da sind wir einfach zusammengewachsen.

00:51:49: Also wir sind zwanzig Jahre.

00:51:50: ein paar kommen beide aus der Kommunikation also insofern ist wahrscheinlich bei beiden schon immer irgendwie so eine gute Kommunikationsbasis gegeben gewesen.

00:51:59: aber wir sind dort zusammen gewachsen und natürlich hat meine systemische Ausbildung plus ich habe tausend Ausbildungen gemacht.

00:52:07: Ich hab auch eine therapeutische Ausstellung gemacht die ich aber nicht abgeschlossen habe also wo ich den Therapeuten scheinlich gemacht aus guten Gründen, weil ich will gar keine Therapeuten sein.

00:52:17: Aber das hat natürlich ganz schön viel mit unserem Familiensystem gemacht, ist schon klar.

00:52:23: Das fällt uns auch wechselseitig nicht immer leicht.

00:52:28: Es gibt manchmal auch so Momente wo wir Themen vielleicht in uns tragen also wo wir eher ein Crash erleben Mit unserer beider Selbstständigkeiten bzw Unternehmen und wir es nicht sofort adressieren.

00:52:43: Aber wir können sagen, dass da was ist und wir es gerade nicht adressieren.

00:52:47: Und auch das hilft also zu wissen okay ich weiß jetzt grad nicht was den anderen bewegt.

00:52:53: aber ich bin sicher... Ich werde's bald hören!

00:52:57: Das ist glaube ich auch so etwas was total nützlich ist, aber es ist ein Miteinander wachsen und um Gottes Himmels Willen is crash ständig Also auch im Alltag Ständig, immer wieder ganz normal.

00:53:12: Also im Gegenteil bei uns wird wahrscheinlich mehr gestritten als in anderen Familiensystemen.

00:53:19: Ich bin aber halt auch tatsächlich eine Freundin davon, weil ich spreche lieber eine Spannung an und werde dann auch mal irgendwie wütende.

00:53:27: Und sagt dann so, oh es nervt mich so!

00:53:30: Weil dann ist das besprochen, dann ist es raus und dann wird's kein Konflikt.

00:53:33: also es gibt keinen Grund für mich mich hinzusetzen und zu sagen Michael is ja immer der Typ DER.

00:53:40: Das weiß er alles.

00:53:41: Das habe ich ihm alle schon gesagt Und ich glaube, das macht uns am Ende auch total stark und hilft uns dann auch, uns wechselseitig in den Businesses zu unterstützen.

00:53:51: Also ob das jetzt wirklich so Kleinigkeiten sind wie Ich mache die Plakate für seinen Store, weiß gerne machen weil es halt irgendwie kann Bis hin zu, okay lass uns brainstorm wie das Bikini Modell weitervermarktet werden könnte.

00:54:08: Tralala!

00:54:08: Das ist wiederum sein Turf und da ist er fantastisch und das hilft enorm.

00:54:14: also wir sagen auch immer in unserer Küche es ist eine Workshop-Küche in der wird doppelt gekocht, Businesses und gutes Essen.

00:54:26: Ist jetzt näher an Fahrrädern?

00:54:28: Total.

00:54:31: Ich kann dir jetzt alles erzählen, wie der Vorbau sein muss was für eine Bremse für dich geeignet ist Wie wir den Sattel einstellen damit du mit deiner Körperform gut drauf fahren kannst.

00:54:41: ich kann dir die volle Beratung machen aber Ich bin damit nicht alleine.

00:54:45: unsere Tochter dies vierzehn Die kann das auch.

00:54:48: also family business wirklich in jeder hinsicht.

00:54:51: Man sieht uns auch auf den Messen zusammen stehen bei Wind und Wetter.

00:54:56: Und Fahrradberatung machen,

00:54:58: ne?

00:54:59: Aber Organisationsentwicklung kann mein Mann noch nicht so!

00:55:03: Das ist gut.

00:55:04: aber ich habe so ein tolles Bildkreide von eure Familie oder von dir jetzt auch auf dem Fahrrad in Bikini mit geblauen der Hand in die Zukunft.

00:55:16: Und ich möchte, bevor wir langsam zum Ende kommen, noch mal eine provokative Frage stellen... Und zwar unserer jetzige Bundeskanzler sagt immer wieder, wir sollen alle mehr arbeiten.

00:55:34: Wir sind fauletiere oder wie auch immer er da für welche Wörter er dafür nutzt im Bezug auf unterschiedliche Berufe aber der Tonus ist ja der gleiche.

00:55:48: also wir arbeiten offensichtlich nicht genug und wir sollen allen nicht unsere Jobs lieben sondern unsere Jobs machen.

00:55:57: Du mit deinem Crush widersprichst dem natürlich komplett.

00:56:03: Wenn du ihn jetzt heute, Herrn Merz persönlich treffen würdest und hätt, dürftest ihm wirklich alle sagen?

00:56:10: Was wäre das?

00:56:12: Ich würde ihm sagen, dass es nicht darum geht, dass wir mehr arbeiten sondern dass wir produktiver arbeiten.

00:56:19: Ich möchte Organisationen sehen die sich nicht Gedanken darüber machen wie viele Wochenstunden Menschen an Arbeitsplätzen verbringen, sondern wie sie die Minute die sie in Arbeit verbringen auch wirklich produktiv einsetzen können.

00:56:33: und da meine Damen und Herren und auch lieber Herr Bundeskanzler haben wir noch richtig was zu tun weil wenn ich nämlich sehe ja vielleicht Die schicken es ihm einfach.

00:56:43: Ja, lieber Herr Merz!

00:56:44: Wissen Sie?

00:56:44: Wir verschwenden so unfassbar viel Zeit in Organisationen mit Bullshit Work.

00:56:51: Mit ellenlangen Emails die kein Mensch gelesen hat.

00:56:54: Mit Prozessen, die auf PowerPointfolien funktionieren aber im echten Leben ständig scheitern.

00:57:00: Mit Meetings, die eine E-Mail hätten sein können und mit Mitarbeiterinnen, die sich ständig einreden sie dürften jetzt nichts sagen weil sie sonst mit irgendwelchen Restriktion rechnen haben und dadurch Innovation ausbleiben.

00:57:15: Wenn wir da rangehen, dann haben wir Produktivität verbessert und dann sind wir auch super kompetitiv mit allen anderen Ländern daraus vergleichbar.

00:57:27: Ganz davon abgesehen sind wir Deutschen darin schon ziemlich gut.

00:57:31: also gerade wenn wir das in den Echten Vergleich legen was Produktivitäten angeht.

00:57:37: Da macht uns eh schon mal keiner etwas vor.

00:57:39: aber Ich wäre die letzte, die jetzt eine Verbesserung verhindern würde.

00:57:43: Insofern lasst uns wirklich an die Themen, die ich genannt habe, rangehen.

00:57:47: Dann haben wir noch einen besseren Output und dafür bin nicht zu haben wenn das Ganze dann eben auch noch so funktioniert dass es für Menschen gut ist.

00:57:57: Und ich glaube nach wie vor fest daran – und das hat ja auch der eine Case gezeigt mit den Blue Color Mitarbeiterinnen Wenn sich Menschen wohl fühlen dann arbeiten sie auch besser, dann sind sie auch produktiver und wollen auch produktiva sein.

00:58:14: Aber

00:58:15: glaubst du dass Herr Merz selber ein Crash auf seine

00:58:18: Arbeit hat?

00:58:19: Definitiv!

00:58:21: Sonst wäre er nicht in der Position gelandet.

00:58:24: Er muss das zutiefst lieben sonst hätte er es nicht geschafft nach all diesen Ich sag mal, Fails und Rückschlägen tatsächlich noch Bundeskanzler zu werden.

00:58:35: Naja

00:58:36: aber es ist ein Crash auf Arbeit oder es ist Crash auch... Auf

00:58:39: sich selbst?

00:58:40: Genau!

00:58:42: Und Power!

00:58:44: Also ich glaube der hat schon unglaubliches Leistungsverständnis.

00:58:49: da bin ich von überzeugt.

00:58:51: ob er sein Amt so ausfüllt wie ich mir das für meinen Bundeskantler in wünschen würde sei mal dahingestellt.

00:58:58: Ich könnte mir besseres vorstellen, tatsächlich.

00:59:03: Aber

00:59:03: ich glaube also ein Punkt den ich noch dalassen möchte und da kommt die Kommunikationsfrau in mir durch die PR-Beraterin check mal deine Sprache würde man sagen manchmal macht der Ton die Musik und vielleicht wenn wir am Ton was ändern würde die Musik auch besser klingen in unserer Ohren.

00:59:25: Abschließend fällt mir da ein erwachsenden Tagesstätten.

00:59:28: Das ist das, was verlangt wird.

00:59:30: Anstatt Produktivität werden so wie Kindertagesstätte, wo man Kinder hinsetzt und sagt, da kannst du deine Zeit verbringen.

00:59:37: Es sind erwachsamene Tagesstädte, in denen es heißt, dann darfst du jetzt sitzen deiner acht Stunden und das ist dann das Verständnis von Produktivitet.

00:59:45: Du warst

00:59:45: da abgehakt!

00:59:47: Okay, wieso?

00:59:48: Du warste da, liebe Sandra... Genau.

00:59:51: Und jetzt sind wir bei der letzten Frage, die ist Justina gerne stellen würde?

00:59:56: Du bist Urkasa Popt!

00:59:58: Genau.

00:59:59: Und viele Fragen,

01:00:01: die haben

01:00:01: wir gestellt und die werden bestimmt immer ganz viele tolle Fragen gestellt auch in deinen Coachings.

01:00:07: aber gibt es etwas wo du sagst das wird nie gestellt?

01:00:10: Ich muss das entweder über die Hintertür selbst sagen oder wobei ich glaube nicht dass du es einfach nicht beantwortest was gibt es was du dir wünschen würdest?

01:00:20: dass Menschen proaktisch fragen und du nicht selbst reinwirfst

01:00:26: Was Menschen proaktiv fragen, was ich nicht selber reinserfe.

01:00:31: Das Ding ist, ich bin ja ständig am Rheinwerfen von Dingen.

01:00:34: Ich kann ja selten etwas hinter dem Berg halten und mein Gesicht ist ein offenes Buch.

01:00:40: also wer mich fünf Minuten kennt kann alles rauslesen.

01:00:44: Insofern werde ich tatsächlich sehr oft angesprochen auf meine Gedanken.

01:00:56: Was mich keiner fragt und was selten auffällt, was aber immer wieder doch auch ein Thema ist.

01:01:04: Ich trage keine Hosen – ich besitze auch keine Hose!

01:01:08: Also mich hat noch niemand in Hosen gesehen also allerhöchstens mal irgendwie kuschelnd auf dem Sofa einer Jogginghose Und das ist wirklich ein sehr kleiner Kreis an Menschen, den mich so erleben.

01:01:21: Das hat auch etwas mit meinem Job zu tun.

01:01:23: tatsächlich Ich habe mich ganz lange unfassbar unwohl gefühlt in meinem Körper.

01:01:31: Als ich jung war, war ich mal Balletttänzerin immer super schmal und zart und wirklich kein Gramm Fett am Körper.

01:01:41: Es hat sich alles verändert weil ich komplett mit Ballett aufgehört hab.

01:01:44: Ich habe Rundungen bekommen und Body Shaming war einfach ein Thema.

01:01:47: also ich wurde immer als ein bisschen mobbelig dargestellt und ich hatte einen fetten Arsch.

01:01:54: Und weil ich diesen fetten Arsch hatte, konnte ich keine Hose mehr tragen.

01:01:59: Es hat mich fertig gemacht, weil ich dachte oh Gott und diese Hose betont schon wieder!

01:02:03: Und am liebsten hätte ich mich immer in so einen Gewand gehüllt was alle meine Kurven wegmacht.

01:02:10: Ich hatte das große Glück dass sich eine Frau kennengelernt habe die dann meinte so Schatz dann zieh doch einfach ein Rock an.

01:02:15: Komm wir gehen einkaufen Und dann bin ich mit dieser Frau einkaufen gegangen und habe wunderschöne Röcke gekauft.

01:02:21: Dabei bin ich hängen geblieben, mittlerweile habe ich auch gar keinen Bock mehr auf Hosen.

01:02:24: Das Body-Thema habe ich zum Glück bearbeitet aber ich habe gerade auch gelogen, fällt mir gerade ein Ich habe tatsächlich einmal Hosen getragen sogar bei einer Moderation.

01:02:36: In der Moderation ging es darum mutig zu sein und ich dachte mir, ist das immer so blöd wenn man da vorne steht als Moderatorin und Coach und sagt seid doch jetzt mal mutig.

01:02:47: Man selber geht irgendwie gar nicht mit in dieses ganze Mut-Szenario.

01:02:52: und deswegen habe ich damals ein Overall getragen.

01:02:54: und ich kann euch sagen Ich hab mich am Anfang so schrecklich gefühlt wusste gar nicht wie ich mich in diesem Kleidungsstück bewegen soll.

01:03:00: Und, und das ist ganz toll.

01:03:02: Es gibt so eine Aufnahme.

01:03:03: Wir hatten einen Produktionsteam dabei.

01:03:06: Das gibt so einer Aufnahme... Da sitze ich am Bühnenrand und wirklich die Gäste, es waren hundert Gäster, die daran beteiligt waren.

01:03:16: Die haben mich so geflasht!

01:03:18: Ich sitze da wie ich noch nie in meinem ganzen Leben irgendwo saß.

01:03:22: Nämlich mit breiten Beinen.

01:03:24: Das geht nicht wenn man Röcke trägt.

01:03:26: Und wirklich den Arm auf den Knien.

01:03:30: Ich war so begeistert und angefasst und gerührt.

01:03:35: Und es ist einfach so toll, dass ich das in diesem Moment auch körperlich so darstellen konnte!

01:03:41: Und ich habe gemerkt für mich... Es ist gar kein Problem, Erhosen zu tragen.

01:03:44: Ich finde mein Körper super, mag den gerne der trägt nicht fantastisch durchs Leben.

01:03:49: Der ist halt rund.

01:03:50: aber mein Gott wir sind alle irgendwie anders.

01:03:53: und dennoch hat's noch nie jemand gefragt warum trägst du eigentlich nur Röcke?

01:04:00: Das wäre die Frage.

01:04:01: Aber follow Sandra auf Instagram, denn ich habe gestern eine Story dazu gesehen.

01:04:08: Tatsächlich!

01:04:09: Also das Thema begleitet dich schon aber du provozierst es ja auch selber gerne, ne?

01:04:14: Total!

01:04:14: Sehr

01:04:15: schön!

01:04:15: Voll misst sieht man auch seltenst in Hosen beim Laufen.

01:04:19: Liebe

01:04:20: es!

01:04:22: Sportmann ist ja was anderes.

01:04:25: Super, ihr Lieben!

01:04:25: Vielen herzlichen Dank, super spannende Folge.

01:04:30: Ja, liebe Grüße an unsere Zuhörenden.

01:04:33: Liken, Follon und so weiter!

01:04:36: Und

01:04:38: dann würde ich sagen bis zum nächsten Mal... Man verzeihe mir, ich bin heute schon dreundzwanzig-einhalb Kilometer gelaufen.

01:04:48: Wow!

01:04:50: Respekt!

01:04:51: Ganz toll!

01:04:54: Genau!

01:04:54: Danke schön!

01:04:56: Vielen lieben Dank an euch.

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