#57 Susanne Schleyer - Mut nach der Crash
Shownotes
🎙 Zu Gast: Susanne Schleyer Apothekerin, Unternehmerin und Gründerin der Präventivmanufaktur sowie der Marke Uniso Nature.
In dieser Episode sprechen wir über einen der größten Tabubereiche des Unternehmertums: Insolvenz.
Susanne erzählt, wie aus einer mutigen Vision ein wirtschaftlicher Absturz wurde – und wie sie sich Schritt für Schritt zurück ins Unternehmertum kämpfte. Ein Gespräch über Verantwortung, Führungsfehler, öffentliche Vorwürfe, Resilienz und den Mut, trotzdem weiterzumachen.
Themen dieser Folge
Unternehmerische Verantwortung Insolvenz & Privatinsolvenz Persönliche Bürgschaften Führung und Leadership Resilienz nach dem Scheitern Neustart als Unternehmerin Prävention & Longevity Mikronährstoffe Nachfolge im Familienunternehmen Warum jeder Tag ein neuer Anfang sein kann
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Mehr über Susanne Schleyer
Instagram @apotheke_stahnsdorf @susanne_schleyer @unisonature @praeventivmanufaktur
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das endete mit der Insolvenz der Firmen.
00:00:02: Und das hat natürlich auch die Privatinsolvenzen von mir nach sich gezogen, mit entsprechendem Verlust meiner Apotheke all meines Vermögens.
00:00:13: und man hat mich damals also wie als wir so von den Großhändlern bekämpft wurden, hat man halt viel auch die mangelnde Kompetenz dargestellt.
00:00:22: Also das was am Anfang sehr gut war, Susanne ist eine Frau, Susannes eine von uns war dann auf einmal... Die hat keine Ahnung!
00:00:29: Von Großhandel is ne Frau überhaupt?
00:00:45: Das ist heute Susanne Schreier.
00:00:47: Ich freue mich sehr, hallo und herzlich willkommen an meine liebe Elena!
00:00:51: Hallo und herzlich Willkommen an die liebe Susanne und auch natürlich an unsere
00:00:55: Sucherenden.
00:00:57: Wie geht es euch beiden?
00:00:59: Guten Morgen.
00:01:01: Heute ist tatsächlich ein bisschen grau draußen aber dafür geht's mir sehr gut.
00:01:05: Danke schön.
00:01:06: Und du, Susanne wie gehts dir?
00:01:07: Guten morgen.
00:01:08: vielen Dank für die Einladung.
00:01:09: Mir geht's auch prächtig.
00:01:11: Wo bist Du gerade?
00:01:12: Wo sitzt Du grade?
00:01:14: Ich sitze zu Hause in Zierlendorf und in meinem heil Home Office.
00:01:18: Und freue mich, dass ich mit euch reden kann!
00:01:21: Sehr schön.
00:01:22: Und wir hatten tatsächlich, das hat vielleicht einer oder andere mitbekommen Wir sind tatsächlich den letzten Monat nicht online gewesen und dafür gibt es tatsächlich unternehmerische Gründe denn für mich ist es tatsächlich also wie viele ist Sommer ein Urlaubs eine Urlaubzeit aber leider nicht von mein neues Business Denn das ist Hochsaison für die Wedding Planner und dementsprechend Hatten wir leider, oder ich konnte leider keine Folgen aufnehmen in dieser Zeit?
00:01:55: Weil ich schwer wissgeschäftigt war mit den Hochzeiten.
00:01:59: Was auch schön ist!
00:02:01: Sehr schön aber nicht nur das du bist ja auch ein Zeitungsstar
00:02:09: Zeitungsdaten.
00:02:12: Vor einigen Tagen ist ein sehr interessantes Artikel erschienen unter dem Motto, beziehungsweise das war eine Umfrage an die Hochzeitsplaner ob man bereits während der Hochzeitplanung bei dem Paar erkennen kann, ob sie sich nachher... Die Anfrage kam vor ein paar Monaten und ich habe mir erstmal überlegt Was ist das bitte schön für eine Frage, soll ich da überhaupt mitmachen?
00:02:42: Also Morgenpost ist eigentlich
00:02:43: in meinen Augen
00:02:45: ein seriöses Medium.
00:02:47: Die Anfrage klang aber für mich ein bisschen unseriös.
00:02:52: Mich desto trotz habe ich meine Perspektive darauf gegeben... Ja also ich finde bei der Hochzeitplanung stehen alle unter Feuer und im Stress Und in diesen Stresssituationen.
00:03:07: natürlich sind die Muster, Kommunikationsmuster bei den Paaren unterschiedlich.
00:03:12: Man erkennt ja wer mit Stress besser umgehen kann und so weiter und sofort aber in meinen Augen heißt es nichts.
00:03:19: Wir sind auch keine Psychologen wir sind auch kein Coaches und das ist überhaupt nicht auf unserer Anliegen da irgendwie in die Wertung zu gehen.
00:03:28: von daher finde ich nach wie vor die Frage ein bisschen Schlagzeil orientiert, aber verantworten von der Realität.
00:03:43: Ich beschäftige mich auch viel mit internationalen Paaren und da sind tatsächlich die Kommunikationsmuster nochmal ganz andere.
00:03:50: Also ich finde das wäre nicht angemessen darüber zu urteilen wie das Paar tatsächlich funktioniert oder nicht funktioniert und das ist auch nicht unsere Job sondern unsere dem Feier oder diesen Tag unvergesslich zu machen und dass das Paar sich wirklich auch gut fühlt, und es genießen kann.
00:04:10: Und ganz tolle Erinnerungen hat.
00:04:13: Das ist da, worauf ich mich konzentriere.
00:04:16: Cool!
00:04:18: Sehr gut.
00:04:18: Außerdem verändert man sich über die Jahre eh immer wieder.
00:04:21: daher also jetzt zu sagen was in zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahren.
00:04:26: meine Mama hat jetzt erzählt, dass sich jemand nach nach viertundvierzig Jahren getrennt hat.
00:04:30: Also... Und dann müsste man da mal den Weddingplaner oder die Weddingplannerin fragen, wenn sie überhaupt welche hatten.
00:04:37: Wusstet ihr
00:04:38: das schon damals?
00:04:40: Aber darum soll es heute eigentlich gar nicht gehen!
00:04:43: Es ist sehr schön dass wir diesen Schwenk gemacht haben denn wir haben heute eine ganz tolle Gästin mit der wir uns unterhalten möchten.
00:04:52: und Elena möchtest du deines Amtes Walten?
00:04:56: Sehr gut ja.
00:04:57: natürlich möchte ich gerne Susanne Schleier
00:05:00: vorstellen.
00:05:01: Susanne ist Apothekerin, Unternehmerin und Inhaberin von gleich zwei Apotheken.
00:05:07: Einmal in Teltov und einmal in Standsdorf.
00:05:09: Mit ihrer Verteilstoffmarke Unisonature und ihrer Präventivmanufaktur hat sie sich auf Prävention und Longevity spezialisiert.
00:05:20: Doch ihr Weg verlief nicht ohne Brüche.
00:05:22: Nach einer schweren unternehmerischen Krise stand sie vor dem Nichts Und verlor mehr oder weniger alles.
00:05:30: Mit beeindruckender Resilienz erfahren sie sich komplett neu und baute ihr Business noch stärker wieder auf.
00:05:38: Heute verleihen Sie tiefes Fachwissen mit echten Unternehmerinnenmut, freut euch auf ein mitreißendes Gespräch über den Neustaden nach dem Absturz.
00:05:48: Transformative Führung, ungelebte Longevity, minder wunderbaren Susanne Schleier.
00:05:55: Liebe Susanna!
00:05:56: Die traditionelle Frage bist du erstmal mit diesem kurzen Intro was noch nicht so viel über dich aussagt einverstanden?
00:06:03: möchtest du etwas korrigieren oder hinzufügen?
00:06:07: Ich bin cool!
00:06:08: Stimmt auch tatsächlich so im Kern überein.
00:06:12: Sehr sehr schön.
00:06:13: dann darf ich Heute nicht vergessen
00:06:17: und
00:06:18: an Justina weitergeben für die traditionelle Eröffnungstrage.
00:06:22: Liebe Susanne, wir sind die Businesszyklen Zug auf ein Zyklus und da dürfen unsere Gästinnen auch sehr gerne ihre eigene Sichtweise zeigen.
00:06:39: Und unsere Frage ist natürlich, wo befindest du dich denn gerade in deinem Business-Zyklus?
00:06:48: der Expansion oder das Loslinks, ich weiß nicht wie ich diese Phase nennen soll.
00:06:57: Also sozusagen am Ende der... Ich schließe würde ich mal sagen im nächsten halben Jahr die ganzen Transformationen ab und möchte dann mit meinen fertigen Sachen an den Markt gehen.
00:07:08: Das ist ein halbes Jahr oder nur vier Wochen, da weiß ich nicht einmal genau.
00:07:11: an dieser Nahtstelle stehe ich.
00:07:14: Aufregend!
00:07:17: Wie lange Fürste-die beiden Apotheken schon in Telto und Stanzdorf?
00:07:21: Na, also starrst du auf... äh... ...Zweiunddreißig Jahre und Heldu habe ich aber erst einen Jahr.
00:07:26: Ich hatte zwischenzeitlich nochmal eine andere Rotheke in Neukölln, aber... Die Hauptapotheke, die habe ich jetzt schon über dreißig Jahre.
00:07:34: Also nach dem Studium hab' ich in verschiedenen Apotheken gejobbt und da hat mir gedacht also das weiß die Apotheker dann machen?
00:07:39: Das kannst du schon lange!
00:07:40: Und es hat mich voll motiviert eine Apotheke zu übernehmen und habe dann sozusagen ziemlich runtergewirtschaftete übernommen und die habe Ich ihm immer noch und habe da so mein Handwerkszeug gelernt.
00:07:52: Du hast dir immer noch Das ist die
00:07:56: Zeit, wenn man das so jetzt sagt klingt es furchtbar.
00:07:59: Aber ich habe die halt eben in der Zeit immer weitergeführt, weiterentwickelt und hab relativ früh angefangen ein bisschen ohne Ahnung mit viel Enthusiasmus und hab dann ganz viele Unternehmer-Dinge so learning by doing in den dreißig Jahren.
00:08:14: War
00:08:14: das immer schon dein Wunsch Apothekerin zu werden?
00:08:19: Wie kamst du überhaupt darauf?
00:08:23: Du hast eigentlich was anderes studiert oder gelernt, ernst?
00:08:27: Ja das stimmt.
00:08:28: Also ich habe eine Banklehre gemacht so nach meinem Abitur schrecklich bei meinen Eltern meinten... Was
00:08:34: kreizt?
00:08:38: Das wusste
00:08:38: ich schon am ersten Tag dass es Mist war und hab das aber dann vorzeitig ausgelern durchgezogen und wollte dann eben so ein bisschen medizinischen entweder Zahnmedizin oder Pharmazie machen des NCs entschieden.
00:08:52: Das war natürlich ein bisschen verrückt, sowas ganz anders zu machen.
00:08:54: im Nachhinein hat sich das so wenn man selbstständig ist als sehr gute Kombination herausgestellt.
00:08:59: also ja ich musste tatsächlich sagen dass Unternehmerinnen eigentlich so das ist was mir am meisten Spaß macht.
00:09:05: jetzt bin ich jetzt Unternehmerin mit einer Apotheke.
00:09:10: Also
00:09:10: es ist ja was ich so gehört habe auch von Ärztinnen, dass das eben ein großes Problem ist.
00:09:15: Ich glaube, das war auch in unserer Rallongeivity-Folge Thema.
00:09:21: Dass Ärzte lernen wie man Patientin betreut aber nicht wie man eine Praxis führt und nicht, wie man unternehmerisch handelt.
00:09:32: Und auch all die Sachen, die ja dazu auch unglaublich wichtig sind weil ansonsten ist es auch schwer davon leben zu können dass das Ganze fehlt.
00:09:40: also daher diese Bankenausbildung.
00:09:42: ich meine in der Ausbildung lernst du quasi alles.
00:09:44: ich gehe davon aus Rechnungswesen Buchhaltung und all das war mit dabei.
00:09:48: Also das musstest Du dann nicht nochmal überraschend.
00:09:53: was ist das woher kommt?
00:09:55: Das brauche ich auch oder?
00:09:57: Das war sehr hilfreich, aber zum Unternehmertum gehört eben noch mehr.
00:10:01: Das war leider in meiner Bankausbildung nicht dabei.
00:10:03: Zum Beispiel der ganze Bereich HR ist etwas was ich mir auch so nebenher beibringen musste.
00:10:09: wie führe ich Personal?
00:10:10: Was habe ich eigentlich dafür Verträge?
00:10:13: Ich hab ja über zwanzig Mitarbeiter muss man sich eine Gesamtstrategie überlegen da ist man gar nicht vorbereitet.
00:10:19: Ich habe dann das Wissen so zusammengeklaubt aus verschiedenen Angeboten zb von Banken die Apotheker und Ärztebank hat was in unseren Kammern und so.
00:10:28: Da merkt man dann schon, dass da teilweise Löcher sind die man immer nach Bedarf stopft wenn das Problem auftritt.
00:10:36: Das finde ich sehr schade.
00:10:37: Das haben wir bei unserem Pharmaziestudium eben auch, dass es sehr wissenschaftlich geprägt ist.
00:10:41: Sehr auf die Herstellung Qualität aber... Und was das Ganze so eine Apotheke ist, eben auch ein kaufmännischer Betrieb.
00:10:49: Man ist automatisch eingetagene Kauffrau und mit all den Folgen des Handelsgebnusses
00:10:55: usw.,
00:10:56: und da ist man
00:10:57: nie damit besorgt gehabt.
00:11:00: Also zum einen habe ich dieses Mietwagenunternehmen und wenn du ein Mietwagenunternehmen führen willst musst du ein Unternehmer in den Schein machen.
00:11:09: Das heißt du wirst von der IHK geprüft auf alle diese Sachen ob du weißt wie mein Unternehmen führt und ich finde es gut, dass man das machen muss.
00:11:17: Ich find's viel schlimmer, dass wir uns für andere Unternehmen nicht machen müssen.
00:11:19: Ja, das ist auch wirklich... Das wird auch sehr moniert also quasi wenn Du die Approbationen so heißt ja bei uns genau wie bei den Ärzten der Abschluss Wenn Du die erhältst bist Du automatisch Vollkauffrau hast sechs Wochen mal ein bisschen was vom Buchhaltung gehört von den anderen Sachen gar nicht.
00:11:35: Und sind Du angestellt?
00:11:37: Bist Du auch so?
00:11:38: es ja auch nicht.
00:11:38: Aber wenn es gibt halt sozusagen keine so Art Fortbildung oder sowas.
00:11:41: Du gesagt hast Apothekerinnen selbstständig erscheinen, sondern du fängst da an und bist eigentlich ausgeliefert.
00:11:49: Und ich habe auch mega viele Fehler gemacht.
00:11:51: Alle möglichen Berater haben mir tausend Sachen erzählt ja?
00:11:55: Das weiß man am Anfang nicht was davon gut oder schlecht ist.
00:11:58: Und das ist ein sehr großes Problem.
00:12:00: die Studium ist aus den sechziger Jahren so die Studienverordnung und die ist sehr breit angelegt dass du später alles machen kannst.
00:12:11: quasi das Ganze übernommen hast.
00:12:13: und du hast das Thema Personal angesprochen.
00:12:16: In den letzten dreißig, fünfunddreißig Jahren hat sich das Thema Personalführung ja grundlegend geändert also über die Leadership wie man überhaupt führt.
00:12:28: dann wenn ich rüber zu Elena gucke auch die ganzen interkulturellen Themen die ja mit reinfallen Hast du für dich persönlich gemerkt, dass sich eben das was du am Anfang vor dreißig fünf und dreißzig Jahren gemacht hast?
00:12:42: In der Personalführung, dass das jetzt nicht mehr greift.
00:12:46: Oder dass du dich verätest?
00:12:48: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
00:12:50: Als ich angefangen habe, bin ich auch natürlich mit dem Bewusstsein... Ich bin der Chef die Chefin, ich bin die Apothekerin Und die anderen müssen alles machen was ich sage.
00:13:00: Ja da bin ich schon nach einem Jahr gescheitert weil diese natürlich nicht so gemacht haben und ich hab da so eine Kurve natürlich auch gelernt dass man mit den Mitarbeitern ganz anders umgehen muss.
00:13:15: Hab auch mehrere Toolstar mir angeeignet, also es ist eine Mischung aus... Ich liebe am meisten dieses Teamwork, also möglichst flache Strukturen, das hab ich auf alles umgestellt und das war aber auch ne Lernkurve ja?
00:13:29: Wenn du da so reingeworfen wirst und du hast dann Verantwortung für Mitarbeiter, dann ist es komischerweise aber etwas was ganz weit hinten steht in deiner In der Priorität ist ja beschäftigt, die Buchhaltung richtig zu machen.
00:13:42: Zu gucken dass da das Geld reinkommt und so... Und dann vernachlässigst du das... ...und dann gedacht warum sehen wir nicht was gemacht werden muss?
00:13:50: Das ist doch logisch!
00:13:52: Ja und es war denn aber natürlich leider gar nicht so Und das mache ich jetzt, versuche ich jetzt ganz anders zu machen.
00:13:58: Ich habe viele jüngere Kollegen die völlig anders aufgestellt sind als ich und das muss ich auch ganz ehrlich sagen war manchmal ganz schön schwer für mich das so zu verstehen weil sie sehr offen diskutieren.
00:14:10: also diese der Chef oder die Chefin sagt was und die anderen haben es hingenommen das machen den nicht.
00:14:15: Also die diskutieren und das fand ich erst schwierig.
00:14:21: Also ich find's total toll, wenn man mal weiß woran man ist.
00:14:23: Ja also sehr selbstbewusst und ich kann eigentlich nicht so richtig nachvollziehen dass immer alle älteren so meine Kollegen meckern die jungen Leute wollen nicht arbeiten das stimmt nicht die arbeiten anders es völlig andere art des umgehens.
00:14:37: Aber ich finde es, ehrlich gesagt besser als vorher.
00:14:39: Also es zeigt auch sehr viel Eigeninitiative und insofern ja ist ein riesiger Bogen der sich da verändert hat und ich auch.
00:14:47: Ja
00:14:48: was man auch nicht irgendwie in den Akademien oder im Studium lernt ist das Unternehmertum auch.
00:14:55: also nicht nur Rechnungswesen und alles was zur Bohaltung gehört uns weiter sondern tatsächlich auch wie schütze Ich mich vielleicht vor Potenzellen fällen scheinungen?
00:15:07: kann ich mich davor überhaupt schützen bzw.
00:15:10: Kann ich das auch erkennen?
00:15:12: und Du hast ja dass mehr oder weniger Ja live live erlebt beziehungsweise du bist dann In etwas rein geraten.
00:15:23: wenn du mir gestern erzählt hast was dich nachher ruiniert hat Magst du darüber ein bisschen zu erzählen, was es war?
00:15:32: Was habt ihr damals gemacht oder gedacht und warum ist es tatsächlich so schlimm.
00:15:42: Und wie schlimm ist das tatsächlich passiert?
00:15:43: Es war so nachdem ich ungefähr zehn Jahre selbstständig war mit der Apotheke.
00:15:48: Man muss sich vorstellen dass Apotheken beim pharmazeutischen Großhandel einkaufen.
00:15:52: Das sind sehr breit gestreute Spektrum an Waren.
00:15:54: Deswegen kauft man meistens nicht bei den Herstellern selber einen Sondern an meinem pharmazeutischen Großhandel, der spielt eine große Rolle bei Apotheken.
00:16:03: Ich habe ja gestern gesagt, es ist ein oligopolistischer Markt.
00:16:07: Es ist ein Kartell, sprechen die sich immer so in Etappen ab und dann kriegt man ganz schlechte Konditionen.
00:16:12: Zehn Jahre war es wieder soweit dass wir sehr schlechte kondition bekommen haben.
00:16:17: was natürlich wenn du dir vorstellst Apotheken sind so einzeln für eine geballte Macht vom Großhandel.
00:16:23: leichter ist zu sagen ihr bekommt halt nicht gute Koordination weil Susanne bestellt etwas Lena bestellt was und so weiter.
00:16:31: Das ist halt das Gegenteil von dem, wie zum Beispiel die M auftritt.
00:16:35: Und dann haben wir beschlossen, eben zu einer Einkaufsgemeinschaft zu gründen.
00:16:38: Um gesagt, wir bündeln zweihundert Apotheken – das hat auch super funktioniert!
00:16:42: Wir haben da fast zweihundert Millionen Umsatz gemarkelt.
00:16:45: erst mal und nach ein paar Jahren führte es aber auch dazu, dass die Großhandel damit uns nicht mehr reden wollten, weil sie zu stark wurden und dann einmal beschlossenen eigenen Großhandels zu machen.
00:16:55: Da haben wir so eine Versammlung abgehalten und haben den in Form einer Genossenschaft gemacht, haben viel Kapital eingesammelt über vier Millionen, knapp vierenhalb Millionen.
00:17:03: Also ein pharmazeutischer Großanbruchs, großer Halle.
00:17:06: Viel Ware und haben dann natürlich auch... Ich bin dann Vorsitzender geworden weil man das damals natürlich toll fand ne Apotheker-indizierte Sache eine Frau an der Spitze Eine von uns sich betont es jetzt so Weil das hinterher mir sehr vorgeworfen wurde als Nachteil.
00:17:23: Wir haben das also gemacht Und
00:17:25: in Orchenschaft?
00:17:28: Das ist so.
00:17:29: in Gesundheitswesen, also wie bei den Mietwohnungen ist das auch Tradition.
00:17:34: Zum Beispiel der Apotheker- und Ärztebank ist eine Genossenschaft und auch der Großhandel hat folgenden Hintergrund dass man eben wenn man jetzt sagt ich kann als Apothekenkunde nicht mehr so gute Konditionen haben kann ich aber weil ich ja mit Eigentümer eines Großhandels bin kann ich an der Handelstufe mit verdienen.
00:17:53: Es war ein bisschen unser Schlager zu sagen du bist gleichzeitig der Endapfel und auch der Großhändler.
00:17:59: Das hat auch ganz gut funktioniert, wir haben mal auch Geld eingeworben und dann haben wir eine Finanzierung auf die Beine stellen wollen und die ist eigentlich sehr schwer verlaufen.
00:18:07: Man muss sich so vorstellen dass wir die erste Neugründung waren.
00:18:10: ich glaube seit nineteen hundert achtundzwanzig oder so.
00:18:13: das heißt es gab da...
00:18:15: Entschuldige ganz kurz in welchem Jahr war das?
00:18:17: Also du hast gesagt zehn Jahre nach dem du Appetierin geworden bist.
00:18:20: also welches Jahr geht
00:18:21: es ungefähr?
00:18:22: Wir haben den Großhandel ich glaube sieben gegründet.
00:18:27: Dann war noch ein bisschen dazwischenzeit mit der Markelei.
00:18:31: Und das war sozusagen Novum, so einen voll sortierten pharmazeutischen Großartner, also der quasi alles hat zu machen und die Probleme begannen als wir eben den Teil der Eigenkapital hatten wir dann... Sozusagen uns die Fremdfinanzierungs noch dazu nehmen sollte.
00:18:48: Wir waren da ja zwei enttusiastisch hatten aber durchaus in dem Bereich der Finanzen auch Leute, die das nicht so gut konnten.
00:18:55: es gab keine richtigen Programme und so.
00:18:57: Und da fiel uns die erste Finanzierung aus.
00:18:59: dann haben wir das quasi versucht auszugleichen.
00:19:03: Und dann entstand die Situation, dass wir da jemandem hatten der da eingesprungen ist eine Bank.
00:19:08: aber die haben darauf bestanden das die handelnden Personen persönlich bergen ja und das war eigentlich bei ein absoluter Fehlentscheidung.
00:19:14: ich habe also eine persönliche Bürbschaft mit meinen Vorstandskollegen eingegangen und wir sind dann relativ zügig in die Schiefdage geraten weil wir eben handwerkliche Fehler gemacht haben weil also ich sage mal Mitgenossen und Genossinnen auch nicht alles mitgemacht haben so ein Unternehmen aufzubauen.
00:19:31: da muss man natürlich auch mitarbeiten.
00:19:33: Dann gab es natürlich sehr viel Gegenwind aus dem parmazeutischen Großhandel, die haben natürlich mit Freude uns da niedergemacht dass wir das nicht können und das endete mit der Insolvenz der Firmen und das hat natürlich auch die Privatinsolvenzen von mir nach sich gezogen mit entsprechendem Verlust meiner Apotheke all meines Vermögens und man hat mich damals also wie als wir so von den Großhändlern bekämpft wurden, hat man halt viel auch die mangelnde Kompetenz dargestellt.
00:20:04: Also das was am Anfang sehr gut war, Susanne ist eine Frau, Susannne ist eine von uns, auf einmal die hat keine Ahnung, von Großhandel ist ne Frau überhaupt?
00:20:14: Man hat dann eben wie das in Deutschland immer so ist, man hat die Schuld gesucht und die waren bei mir mit meinen Kollegen, da hat man alles hingeschoben und es war für uns sehr bitter... Und ich habe dir das ja gestern auch gesagt, danach waren wenig Freunde da mehr und ich hatte alles verloren.
00:20:32: Die Apotheke war weg.
00:20:33: Mein Kollege hat die erst mal zeitweise übernommen und der Insolvenz erweitert alles bei mir sozusagen versilbert was es zu versilbern war.
00:20:41: Aber also kannst du jetzt nochmal wir spulen ein bisschen zurück?
00:20:45: Weil es halt mit der Finanzierung zu tun war also ihr seid an unterschiedliche Banken gehe ich davon ausrangetreten Ja und wahrscheinlich viele Absagen bekommen.
00:20:56: Mit welcher Argumentation beziehungsweise was war der Hintergrund?
00:21:00: Warum habt ihr, ich meine, zweihundert Apotheken unter einem Schirm und das sind ja schon geproofte sozusagen gestandene Männern und Frauen auch wenn ihr euch selber nicht so seht aber trotzdem es waren erfahrene Apotheker alle zweihundert unter einem Schirm versammelt.
00:21:24: Warum sollte die Bank jetzt Zweifel haben, dass ihr das irgendwie schafft?
00:21:29: Naja erfahrene Apotheker und Apothegerinnen ist es anscheinend nicht.
00:21:34: erfahrende Leute im Großhandel.
00:21:36: Das war eins der Punkte was sie klar gesagt haben.
00:21:39: dann in Gesundheits- oder Apothekenwesen sind die Großherden da sehr mächtig.
00:21:45: ja das heißt also Wenn du jetzt ab bank bist, musst du dich entscheiden auf welche Seite du dich schlägst.
00:21:50: Also ich habe da schon gespült.
00:21:51: wir waren ja bei der Apotheker und Ärztebank so weit dass die schon zugesagt haben und die haben dann aus merkwürdigen Gründen abgesagt Und da
00:21:59: hat jemand geklopft?
00:22:01: Ja, da gab es also offensichtlich eine Menge Bewegung Naja, und dann sind wir letztendlich bei der Sparkhasse gelandet.
00:22:09: Das fand ich auch sehr überraschend ab wie das ja eben oft so ist.
00:22:12: also man hat diesen
00:22:13: Mut
00:22:14: der Leute irgendwie bei der Bankenseite nicht so abgebildert.
00:22:17: Wir sind mit sehr vielen Auflagen belegt worden die er dann zum Beispiel endeten Mit dieser persönlichen wirtschaft.
00:22:23: ich kann das heute eigentlich auch gar nicht mehr erklären aber ihr müsst euch da eine wahnsinnige drucksituation vorstellen.
00:22:29: nur meine wirtschaft fehlt noch ansonsten wäre alles im bach runter gegangen.
00:22:34: Wir hatten ja schon dass ein kapital eingesammelt und benutzt um Beispiel so einen automat zu kaufen usw.
00:22:41: Das heißt also, die haben mich da im Sekundentakt bearbeitet es zu machen und dann habe ich das natürlich gemacht ohne mich vorher zum Beispiel in Sicherheit zu bringen was meine Werte angeht.
00:22:54: Das ist so resultiert aus der Tatsache dass man so angefangen hat mit dem eigenen Geld aber das war bei der Gesamtfinanzierung gereicht, das eigene Geld nicht ausgebraucht mehr fremdkapital Und dann eben natürlich so im Zug zwang sich Gelder zu besorgen, weil der Bank war nicht einfach und mit vielen Auflagen verbunden.
00:23:11: Die versuchen sie ja überall immer abzusichern, dass man am besten sagt...
00:23:16: Ich habe das Geld schon!
00:23:18: Ich will von euch nur... Also das finde ich manchmal so absurd bei den Banken.
00:23:22: Also die wollen du halt quasi wenn du startest, wollen Sie, dass Du schon genügend Geld hast, dass du starten kannst?
00:23:28: Dann denke ich aber, da brauche ich Euch ja nicht.
00:23:30: Wenn ich
00:23:32: genüge Geld habe, brauche.
00:23:36: Wir haben ungefähr vierundhalb Millionen Einkapital eingesammelt, das war die Voraussetzung und die sollten uns dann insgesamt noch den Betrag auf zehn Millionen für Ware.
00:23:50: Und dann nochmal zehn Millionen Für Investitionen sollten in Firmen von Fördergeldern durch die Bank gegeben werden, dass insgesamt so zwanzig Millionen plus Minus war die Summe, die im Business-Platen standen.
00:24:05: Und diese Fördergelder sind auch ausgefallen weil die Fördergesellschaften dann naja naja naja gesagt haben und dadurch war denn auch von Anfang an der Betrag zu klein.
00:24:16: wir haben jedenfalls zwar versucht mit an oder meine Kollegen Finanzkollegen haben das versucht mit verschiedenen anderen Maßnahmen auszugleichen aber es hat schon dazu geführt dass wir grundsätzlich zu wenig Startkapital hatten was dann auch zu weiteren Folgen geführt hatte.
00:24:33: Du hast es schon durchgelegt, dass es auch mehr oder weniger politische Entscheidungen war.
00:24:38: Oder dass da die Interessen von diesen Großhändlern ihre Finger im Spiel hatten.
00:24:51: Ja, es ist natürlich schon echt krass.
00:24:54: Also wenn dann alle irgendwie absagen und dabei habt ihr ja schon vierenhalb Millionen investiert also das ist auch keine kleine Summe.
00:25:02: Und wie ging's dann weiter?
00:25:04: Das heißt er stand da pleite mir oder weniger und du warst die Schuldige.
00:25:11: was waren denn die weiteren Schritte?
00:25:13: oder was bedeutet das konkret für dich jetzt persönlich?
00:25:16: als Susanne Schleier
00:25:18: Als wir Insolvenz angemeldet haben, habe ich das als was Positives im Fund, weil ich gemerkt habe.
00:25:23: Das ging ja nicht weiter.
00:25:24: und zwar haben wir damals – so ist es hier jetzt – auch schon ein bisschen länger her die sogenannte Eigenverwaltung beantragt.
00:25:31: In Amerika heißt das Schutzschirm-Verfahren.
00:25:34: Da kriegt sie keinen Insolvensverwalter, sondern bleibt so als Vorstand oder als Leiter im Amt.
00:25:40: Und der Insolensverwalte Eigenverwaltern überwachtigen.
00:25:45: Und das ist aber eine totale Pleite gewesen, der verdient dann im Wesentlichen weniger.
00:25:51: der Insolvenzverwalter hat uns natürlich nicht unterstützt.
00:25:53: Das Ziel von dieser... drei monatigen Insolvenzphase bis das Verfahren eröffnet wird, ist dass du halt schaust wie du aus der Krise kommst.
00:26:01: Und da... Das haben wir auch nicht hingekriegt weil ich habe noch nie ein Eigenverwaltungsverfahren gemacht und der Insolvensverwalter hat uns auch nicht unterstützt und es endete dann eben auch in einem Gerichtsverfahren wo die Eigenverarbeitung nach drei Monaten abgelehnt wurde.
00:26:15: Es gibt Kreisen ganz bekannt Weil wir dort vor Gericht waren und der Richter damals auch sehr konträr, sehr krass gegen uns eingestellt war.
00:26:25: Der Anwalt, der uns vertreten hat, der hat da auch beim Bundesverfassungsgericht Geoklage eingereicht weil er gegen uns entschieden hat, weil er ihn zum Beispiel behauptet hat er hätte Schriftsetze nicht bekommen und auf diesem Gericht ja das war ein Putz dann ging es hoch her.
00:26:40: Also so, wie man sich das vorstellt und jetzt endet im Mittendringer.
00:26:43: Und dass der Richter aufgestanden ist?
00:26:44: Der hatte eine schwarze Kladde, ein Notizbuch.
00:26:49: Das hat er genommen und hat es in unsere Richtung geworfen.
00:26:52: also zu mir um meinem Anwalt.
00:26:54: Wir saßen ja dann so... Also hier ist die Richterbamme und wir saßen kläger und angeklagte, weißte ich so oder stimmt ja nicht!
00:27:00: Die beiden Parteien saßen zum rechten Winkel dazu Und das flog so an uns vorbei, diese Klade ja und landete dann auf dem Fußboden.
00:27:08: Und deswegen ist es in Justizkreisen auch so bekannt dass mit dieser Kladde so ist.
00:27:14: Das hat aber nichts gebracht.
00:27:15: Das ist eben etwas wo man sagt Richterspruch ist Richterspruch.
00:27:19: Auch wenn der falsch ist, das ist auch so kannst du die nicht mehr revidieren.
00:27:23: also kurz und gut danach war die Insolvenz durch.
00:27:26: Wir waren auch nicht nur Einverwalter und am nächsten Tag haben wir uns aus den Räumen geworfen, die Schlösser ausgetauscht werden also nichts mehr.
00:27:35: Wir haben uns dann eine Zeit lang im Café getroffen und die Führungsriege haben danach eine GmbH gegründet ganz schnell.
00:27:42: Es war alles so zum Jahresende.
00:27:44: Also eine Plattform zu haben wo wir dann eben noch so ein bisschen abwickeln konnten, waren ja immer noch zweihundert Apotheken da die von uns wissen wollten was zu tun ist.
00:27:55: Das war eigentlich nicht schlecht, hat mal relativ viel zu tun und nach einem Vierteljahr ging es auch viel Stress für mich, ging es erst richtig los, dann haben meine Mitgesellschaften, das war ja so die interne Truppe, haben gesagt Susanne, du und ihr Kollege, ihr müsst raus Entweder treten ihr freiwillig eure, eure Anteile ab oder wir verlassen die Firma und werden euch was weiß ich machen.
00:28:20: Dann haben sie uns da einen Nachmittag völlig fertig gemacht und dann waren wir unsere Anteiler auch los und dann war man da ganz alleine diese Firma, diese Nachfolgefirma Die vier Verbleiben in Gesellschaft haben dann sozusagen die Restmasse der Kunden übernommen, haben daraus auch ein neues Geschäftsmodell gemacht.
00:28:40: So ein bisschen wie vorher.
00:28:42: aber uns haben sie rausgestoßen weil Sie eben gesagt haben ihr seid ich habe mal gesagt ist die bad bank die muss man ja finden und einer.
00:28:49: Aber sie haben uns eben so ohne Feedback hinterlassen.
00:28:53: so und dann waren wir die beiden schuldigen und hatten dann noch anzeigen So bei uns.
00:29:01: einige der Denossen hatten dann oder auch Mitarbeiter nicht glauben können, dass die Ursachen nicht bei mir oder meinem Kollegen liegen.
00:29:08: Wir haben uns dann angezeigt, es muss ja so sein, dass wir Geld unterschlagen haben.
00:29:12: Das ist alles nicht wahr gewesen.
00:29:14: also ich bin da rein in den Herzen und habe sicherlich Fehler im Management gemacht aber nichts unterschlagen.
00:29:21: das war natürlich noch schwer wenn man eine Strafanzeige gegen sich hat.
00:29:26: Also, vor allem macht das ja auch was mit einem selbst.
00:29:29: Naja ich hab dann tatsächlich an mir selbst gezweifelt!
00:29:31: Das war der schlimmste an der Sache, ne?
00:29:34: Dass ich ihm tatsächlich glaubte... Schlecht, ich kann das nicht.
00:29:40: Ich bin schuld und so.
00:29:41: Das hat schon gesessen und blieben nicht mehr viele Leute übrig.
00:29:45: alle die vorher das toll von dass eine frau das macht eine von uns und so Die haben dann wussten wir doch schon immer so als es war.
00:29:50: denn genaues gegenteil keiner hat mehr richtig mit uns gesprochen.
00:29:54: meine Kollegen die uns die Anteile abgenommen haben die haben Dann das damit begründet dass sie sagen naja ihr hättet euch ja da besser rechtfertigen müssen Klären müssen entschuldigen müssen.
00:30:06: Ihr könnt euch ja vielleicht vorstellen an meiner Erzählung, dass mein Tag vierundzwanzig Stunden gar nicht ausgereicht hat.
00:30:11: Also mit Sicherheit hätte man die Leute einen Genossenschaftsanteil zwischen fünfundzwundzig und hunderttausend gezeichnet Und das haben sie auch verloren dann?
00:30:20: Das ist natürlich bitter.
00:30:22: Aber also ich konnte mich bei allen zwei Hundert selbst entschuldigen.
00:30:25: Ich hatte ja mit Abstand am meisten verloren und... ...das ließ sich einfach nicht machen!
00:30:31: Und das war natürlich ein ziemlich großes Problem Saß ich halt da, schön blöd da.
00:30:36: Mein Mann hat sich mein jetziger Ex-Mann eben von mir distanziert.
00:30:40: alle haben dann ihm gesagt du bist... Was?
00:30:42: Na
00:30:43: ja er hat mir gesagt du hast das Geld durchgebracht und du bist an allem Schulden nur du hast es alles so gemacht.
00:30:49: Die waren die haben alle in der Firma mit gearbeitet aber danach hieß es Ich habe alles alleine gemacht.
00:30:55: Das war schon ziemlich bitter.
00:30:57: meine Eltern waren natürlich sehr enttäuscht Ja und da hing ja auch eine ganze Menge finanzielles dran.
00:31:03: also Meine Tochter, die war damals siebzehn.
00:31:07: Die war natürlich auch beeinflusst von... von der ganzen Aussage hat nicht gewusst, was richtig oder falsch ist.
00:31:15: Und
00:31:16: du hast dann auch Privatinsolvenz angemeldet?
00:31:19: Oder angemelt?
00:31:20: Wollte ich das nicht!
00:31:21: Aber die Banken, die die Wirtschaft hatten haben das für mich selbst angemellet.
00:31:24: also ich wollte eigentlich in Verhandlungen gehen aber das wusste ich ja auch nicht.
00:31:27: als Gläubiger kann man sozusagen auch Insolvenzen für eine andere Person anmelden und das haben wir einfach gemacht Und damit bin ich da also sozusagen dem auch ausgeliefert worden.
00:31:39: Privatinsolvenz ist sehr viel schlimmer als Firmeninsolvent, weil man da eben praktisch...
00:31:44: Macht dich ja völlig fertig!
00:31:46: Also du bist handlungsunfähig für die nächsten sieben Jahre?
00:31:49: Ja,
00:31:50: das ist wirklich so.
00:31:50: Du hast ja nichts mehr, kannst keinen Konto öffnen außer dieses Fändungsschutzkonto.
00:31:56: Aber du kriegst keine IC-Kart, du kannst keinen Vertrag abschließen für ein Handy oder so egal.
00:32:02: Also die Schufe, der Eintracht, der bloppt alles abwurst mit gar keinem Rehnis.
00:32:06: Sofort geht die Schranke
00:32:08: runter.".
00:32:09: Das war super bitter!
00:32:10: Ich habe dann einen Anwalt gefunden allerdings erst später, der mir auch gesagt hat... So ein Wahnsinn, Sie sind ja eine tolle Unternehmerin.
00:32:18: Klar haben sie jetzt Insolvenz an mir meldet aber wenn sie nicht arbeiten dann ist das volkswirtschaftlich viel schlimmer als wenn sie sagen wir mal einen Betrag ausmachen den sie erwirtschaften müssen und der hat mir das dann geholfen so also ein Kompromiss zu finden.
00:32:34: es hat aber über drei Jahre gedauert dass sich die Apotheke dann wieder zurück kaufen konnte Aber alles noch mal neu finanziert, also nicht so.
00:32:41: Das Geld war alles weg aber es ist ja so dass so ein Insolvenzverfahren eine gewisse Zeit dauert.
00:32:48: das wird zwar beendet, aber das sogenannte Restschuld-Fahren,
00:32:51: d.h.,
00:32:52: wenn das erlassen wird dann müssen die Gläubiger zustimmen und da vergeht meistens erst mal ne Zeit Und die Gläubiger, da war ja die Bank der Größe sehr emotional aufgehitzt.
00:33:02: Nicht nur dass die ganzen Genossen das alle nicht schuld waren, sondern natürlich auch die Bank hat gesagt du bist schuld!
00:33:09: Das hat mein Anwalt auch sehr selten also so eine mal aufgeheizte und... Es ist nun mal so, aber wenn Susanne wieder ihre Apotheke hat, dann kann sie Erträge erwirtschaften und auch was abbezahlen.
00:33:26: Das dauert drei Jahre.
00:33:29: bis wir da ein Kompromiss gefunden haben.
00:33:31: Aber da habe ich sehr viel Kraft draus geschäft, weil das ist so'n alteingesessener großer Anwalt und der hatte ihm gesagt ja also da haben sie Fehler gemacht aber die sind eine gute Unternehmerin.
00:33:41: Schade dass Sie erst jetzt kommen, aber wir werden alles dafür tun und dann denke ich auch gerne dran zurück als Solimenzverwalter waren um ihn ins Boot zu holen.
00:33:49: Dann hat er gesagt Ich rede!
00:33:51: Sie halten die Klappe.
00:33:53: Es war auch schwer und dann hat er mir wirklich zweimal auf den Fuß getreten, Emotional, so mich rechtfertigen Wort.
00:34:01: Er sagte das spielt jetzt keine Rolle wir wollen was erreichen ich bin auf ihrer Seite aber halten sie die Klappe?
00:34:06: ja.
00:34:07: und tatsächlich hat er dann damit auch den Insolvenzverhalten gegen die Bank auf meiner Seite gezogen und wir haben dann halt gemeinsam diesen rechtlichen Schritten das zu werden können.
00:34:17: also das fand ich total cool muss ich sagen
00:34:20: Und wie bist du?
00:34:21: Also, weil das eine ist dieses Unternehmerische und dass du jemanden gefunden hast.
00:34:26: Aber diesen Weg dann zu sagen okay ich gehe jetzt doch nochmal zum Anwalt und kämpfe mich zurück bei sehr einen Kampf.
00:34:32: Das ist ja... Du hättest auch... Ich glaube es gibt genügend Leute die sich dann hingelegt hätten gesagt haben gut ist so jetzt ist rum jetzt mein Leben rum und in Selbstmitleid zerfallen.
00:34:43: wir sind oder wären Wo hast du da, vor allem weil sich ja alle gegen dich gewandt haben.
00:34:48: Wo hast Du dann die Kraft hergenommen zu sagen okay und jetzt kämpfe ich mich doch nochmal zurück?
00:34:54: Das habe ich Elena schon gesagt.
00:34:56: Ich hab dann ja... So ein Viertel halbes Jahr später hat mein Ex-Mann gesagt, du kannst nicht nur zu Hause rumsetzen.
00:35:04: Das war alles blöd und wir haben dann per Zufall eine kleine furchtbare Zustandapotheke in Neukölln am Herfordplatz angeboten
00:35:12: bekommen.".
00:35:13: Und er hat dann gesagt okay also ich übernehme die jetzt und du arbeitest da weil das war auch keine schlechte Sache.
00:35:19: Er hat mich zwar...
00:35:22: Ist der auch Apotheker?
00:35:24: Ja!
00:35:25: Er hat also quasi seinen Namen gegeben und gesagt, sieh mal zu, dass du da draus was machst.
00:35:30: Und das war so sehr heilsam am Anfang.
00:35:33: War das ja so wie du gerade sagst mein persönliches Schicksal?
00:35:35: Ich hab gedacht die Welt geht unternen, dann war ich in Neukölln.
00:35:39: Die Hütte war furchtbar ringsrum waren nur gescheiterte Leute.
00:35:42: es war super aufbruchige Mut mit Kaffee.
00:35:46: Und dann war auf einmal, wenn ich dahin kam, hat sich niemand dafür interessiert.
00:35:49: Die waren alle heilfroh, dass ich diese Gurke übernommen habe und sind gekommen.
00:35:53: Sie haben gesagt super, dass du das ja ... Ich hab nette Kollegen gehabt und wir haben die Ärmel hochgekrempelt und haben den ganz Mist rausgeschmissen.
00:36:00: Wir haben zwei Kollegen gehabt, die haben genauso nach gescheiterten Sachen mit mir da angefangen.
00:36:05: Ja, und das war so heilsam.
00:36:08: Weil ich gemerkt habe, dass nicht das Einzige auf der Welt ist.
00:36:12: Das war zwar sehr viel Arbeit aber es hat eben zu einer Gesundung beigetragen.
00:36:16: Das hab' ich so drei Jahre gemacht.
00:36:18: Ich will jetzt nicht behaupten, dass das einfach war.
00:36:20: Also, ich mein', das war sehr viel Arbeiten und ich bin viele Abende nachgefahren und hab nur noch geheult weil ich nicht mehr
00:36:25: konnte.".
00:36:26: Aber ich habe halt auch gelernt, der nächste Tag ist auch ein neuer Tag.
00:36:31: Und dann kamen so viele kleine Sachen zu viele Restaurants.
00:36:34: Ich konnte zwischen der Arbeit in tolles Essen genießen.
00:36:38: Es gab ja einen Standstock alles nicht und die Leute dort waren ihnen ganz anders.
00:36:45: also die haben all dieses Du hast da versagt und das war passé.
00:36:50: Das hat mir sehr geholfen... Also
00:36:51: das Umfeld wichtig.
00:36:54: Ja, also für mich war das eine große Hilfe.
00:36:56: Das habe ich ja auch gesagt.
00:36:57: Ich hab aber auch noch zusätzlichen Coach gehabt der mich vorher schon begleitet hatte der mir dann auch geholfen hat.
00:37:02: er so vor allem durch diese Zeit Insolvenzsache da war es in so dieser Insolvensverwalter Der war für mich ein rotes Tuch und haben wir dann so ein bisschen dran gearbeitet sich nicht immer wenn ich den sehe sofort Weißt du?
00:37:13: So gerade runter ging musste die nur sehen er hat dann mehr herausgekriegt.
00:37:17: Er hatte also ein bisschen dicklicher mit so einem Weißt du, so ein Gesicht und ganz kurze Bürstenhaare.
00:37:22: Und wenn ich da nur am Denke an diese Bürsten Haare... Da geht es bei mir schon los!
00:37:27: Dann haben wir geübt mit die Bürsten haaren reinkommen.
00:37:30: So verschiedene Techniken, dass ich nicht gleich ausflippe, dass mein Kollege eher redet ja das sich also sowas und dann ging das.
00:37:38: aber der ist war für mich eine Anpestation.
00:37:40: Das ist der ganzen der ganzen Sachen
00:37:45: Trotz allem, dass es ja dein Ex-Bahn war und er sich gegen dich gewandt hat.
00:37:49: Hat er dich dann doch unterstützt?
00:37:51: Ja!
00:37:53: Das war so ein bisschen Selbsterhaltung.
00:37:54: Er hat's nicht gemacht wegen mir, sondern das waren natürlich große Hilfe auch.
00:37:58: Ich meine wenn man das überstanden hat, war das eine gute Maßnahme zu sagen, Susanne arbeitet doch da, er hat mich dann zwar alleine gelassen aber am Grunde ja... Das hat dann auch sehr zu einer Entzerrung dargeführt weißt du weil.
00:38:12: Ich hatte dann ja zwar kein eigenes Konto mehr, aber die Apotheke hat ein Konto.
00:38:15: Darüber konnte ich verfügen.
00:38:16: Ich hatte da auch eine EC-Karte.
00:38:19: Also, ich musste natürlich arbeiten und da war es erwirtschaften.
00:38:22: Aber das ging und das hat eben wieder zu einer Befriedung geführt.
00:38:26: Das stimmt?
00:38:27: Und bekam man dazu, dass du deine alte Apotheker wieder gekauft
00:38:32: hast?
00:38:32: Wir sind zugleich, Elena!
00:38:34: Naja, das hatte ja ein Kollege von mir übernommen und mit dem hatte ich gesagt oder er hätte mir selber gesagt wenn du das innerhalb einer gewissen Zeit schaffst.
00:38:44: Ich bin auch schon bisschen älter, ich mache es jetzt dann würde ich dir...ich kann da keinen Vertrag machen aber in die Hand versprechen dass ich dir das dann wieder verkaufe.
00:38:51: und so haben wir's auch gemacht.
00:38:53: Ich habe dann eine Zeit lang beide Apotheken gehabt und hab' dann die Apotheke am Herfordplatz aber an meine Kollegin verkauft weil mir der Pendelight zu weit war.
00:39:02: Ja, das war eigentlich ganz gut.
00:39:03: Aber ich musste alles nochmal neu finanzieren und eben ohne leider einen Kapital.
00:39:07: Es war also ziemlich blöd bankiert, hab' ich auch nicht... Mussten wir erst mal alles privat machen und waren natürlich ja auch in der Zeit keine Investitionen getätigt.
00:39:15: Mein Kollege hat da nur gearbeitet und Geld verdient und das habe ich dir schon gesagt.
00:39:20: Das fällt mir halt immer noch auf die Füße dieser vielen, dieses Vierende zurücklegen.
00:39:25: Also ich hab zwar zwei Betriebe aber es ist schon schwer!
00:39:30: Da ist aber nicht nur zwei Betriebe, sondern du hast jetzt auch ein neues Baby oder?
00:39:35: Ja.
00:39:36: Ich habe dann in der Coronazeit das ist quasi so der Beginn meines Transformationsprozesses habe ich einen Testzentrum gehabt viel Geld verdient und da Geld viel nicht so viel wie ich mir gewünscht hätte aber immerhin Mir war klar, dass ich mich verändern musste.
00:39:51: Ich war hier erst mal so kampfgeprägt und hatte eine Apotheke wieder.
00:39:54: Was mache ich jetzt mit der, wenn Corona die Sondersachen aufhören?
00:39:58: Und war mir klar, das wir genau da landen, wo wir auch sind.
00:40:01: Und ich habe dann das Thema Prävention Mikronährstoffe sehr forciert.
00:40:06: Das hab' ich ein paar Jahre vorher schon gemacht.
00:40:08: Es war etwas was mich unglaublich interessiert, Dann könnte ich mir vorstellen, dass es jeden Tag Leute kommen würde.
00:40:16: Denkst du das kann nicht dein Ernst?
00:40:20: Die Tatsache hat, wenn man Prävention mit Mikronährstoffen macht, was tun kann... Ich habe dann parallel auch die Hormone kennengelernt und das war etwas, was mich bewegt hat, die Transformation einzuleuten.
00:40:32: Freche ich das richtig aus?
00:40:34: Unisonaturen?
00:40:35: Ja!
00:40:36: Offensichtlich
00:40:36: nicht?!
00:40:37: Wie sagst du dazu?
00:40:38: Es ist egal.
00:40:39: also wir haben damals einen Namen gesucht der nicht belegt war.
00:40:42: ja
00:40:43: Ja.
00:40:44: Ich bin in so einer großen Gruppe von Ärzten und Apothekern, die machen so Hormone- und Mikronährstoffe, Hormonolomscheißdee ... Und die haben mich halt immer getreten als Apotheker eine eigene Marke auf den Weg zu bringen.
00:40:55: Und ich fand das selber auch gut!
00:40:57: Und hab' das dann eben so eingeläutet mir ein bisschen knowhow an zur eigenen nicht nur was drin ist sondern es ist gar nichts so einfach, das herzustellen, deklarieren also wie Deutschland halt is', ja?
00:41:06: Das habe ich dann als Markt griffen zusätzlich nochmal der Apotheke digitalisiert.
00:41:14: Das ist das erste Schritt der Transformation neben dieser eigene Marke gewesen, weil ich gesagt habe wenn ich jetzt sozusagen nach außen gehe und mich als Präventiv- und Longivity-Apothekerin vorstellen will dann muss sich anders arbeiten.
00:41:28: Ich kann da nicht immer hingehen und alles in so ein Order packen.
00:41:31: ja es klingt jetzt irgendwie alles anweilig aber ich hab' dann einen System gefunden oder wie gesagt bevor.
00:41:37: Das war eine sehr harte Zeit.
00:41:38: Nach Corona haben die anderen nicht fast gekillt, also da bin ich auch erst mal gescheitert weil sie nicht mitgemacht haben.
00:41:44: aber dann habe ich das selber installiert und da profitiere ich jetzt auch von weil ich eben zum Beispiel von zu Hause aus arbeiten kann meinen ob es ist ja außergewöhnlich Mitarbeiter in der Apotheken was bieten kann und natürlich auch so neue Projekte integrieren kann.
00:41:59: Also sonst würde nämlich das Problem ein Inhaber macht alles, ja?
00:42:04: Das ist ja so wenn du noch mal an den Anfang denkst.
00:42:07: Susanne ist die ich sage immer magnetische Lütfersäule mit zwei tausend Armen, die alles kann, die Stößheit auch mal in ihrer Grenzen und mit so eine Digitalisierung schafft man es seinem Unternehmen ein bisschen anders aufzustellen.
00:42:22: Und dann zum Beispiel auch die Unisonator-Mikronährstoffe jemanden zu übergeben, dass er die organisieren, treiben kann und so weiter.
00:42:32: Das war der Anfang meiner Transformation.
00:42:34: Jetzt bin ich soweit, dass ich neben den Mikronährstoffen eben noch mal letztes Jahr die Apotheke enthält übernommen habe.
00:42:40: Da hab' ich mir mein Hormonlabor eingerichtet, wo ich unter dem Namen Präventivmanufaktur – das ist jetzt seit einem halben Jahr ganz neu die Hormoneherstelle, die die Patienten brauchen und mit den Ärzten, mit denen ich halt schon immer so in dieser Gruppe war, anfange zusammenzuarbeiten.
00:42:56: Dass sie eben aus meiner Sicht am besten die Hromone verschreiben und die Migronährstoffe mit empfehlen.
00:43:02: Das ist ja dann sozusagen weit.
00:43:04: Und das habe ich noch nicht ganz los hin aber wenn das fertig ist, würde ich mal sagen bin ich in der nächsten Phase.
00:43:11: Wow, diese Mikronährstoffe ist natürlich ein wichtiges Thema.
00:43:15: aber jetzt aus der unternehmerischen Sicht.
00:43:17: also wenn ich jetzt auf den Markt schaue es gibt so viele Produkte.
00:43:24: Man isst total überfordert und man greift zu dem was man ja aus weiß ich nicht wo auch immer aus dem Freundeskreis oder aus Instagram Empfehlungen oder wie auch immer.
00:43:41: Also unter anderem Sunday und so weiter.
00:43:46: Das ist schon ein sehr gewackter Schritt in meinen Augen, in den Markt reinzugehen mit dem Produkt.
00:43:53: was halt diese Uniqueness dieser Einzigartigkeit nicht mehr gegeben.
00:44:01: Warum hast du dich trotzdem dafür entschieden?
00:44:03: Was ist das Besondere dann an Unison-Nature, was du denkst... können die anderen Anbieter, die schon länger auf dem Markt sind und die ja auch schon begannter sind nicht abdecken.
00:44:13: Das ist so tatsächlich mein pharmazeutisches Herz.
00:44:15: Nahrungsergänzungsmittel sind ganz anders gesetzlich geregelt das kann jeder machen und die Qualität ist überhaupt gut nachvollziehbar.
00:44:25: Also erst mal lässt die Deklaration schonmal eine Abweichung von ca.
00:44:30: zu, das bin ich der Wahnsinn und niemand kann wirken.
00:44:34: Es gibt keine Überwachung gar nichts.
00:44:36: Da gab es
00:44:36: jetzt den goldenen Windbeutel für eine Nahrungsergänzungsunternehmen.
00:44:44: Das war immer der Grund zu sagen wer außer einem Apotheker sollte das eigentlich machen um sich zu überlegen, wie das geht?
00:44:51: und es ist tatsächlich auch nicht so einfach die Rohstoffe in guter Qualität zu kriegen.
00:44:55: Also ich merke dass selber bei mir, wie stark... Und ich will das niemanden unterstellen aber ich kann auch nicht das Gegenteil beweisen.
00:45:03: Die Wahrscheinlichkeit ist, dass der deklarierte Inhalt nicht mit dem übereinstimmt was draufsteht.
00:45:08: also bestimmt sehr hoch.
00:45:10: Selbst bei etablierten Unternehmen ist die gesetzlich zugelassen und ich rede jetzt nur von der EU schon sehr hoch, wenn man mal genauer hinguckt.
00:45:19: Also ich habe quasi angefangen mehr so die Etiketten anzugucken.
00:45:23: Da ist schon allein bei der Deklaration so viel Bock.
00:45:26: Mist ja dass ich sage, wenn man eben wirklich Prävention betreibt sollte.
00:45:30: Man vernünftig substituieren aber für euch als User oder Nutzer ihr könnt das eigentlich fast gar nicht beurteilen und sei ein ganz guter ist Instrument zu sagen.
00:45:41: Ich als Apotheker arbeite ja mit Arzneimitteln in zum Beispiel auch nach Monnerstellen wo die Hürde die Latte viel höher liegt.
00:45:48: also könnte ich doch diese Sachen auch über übertragen.
00:45:52: Aber ich gebe ehrlich zu, dass es braucht mal bisschen Geld um diese Sache eben auch nach außen tragen.
00:45:57: Aber das ist so der Ansatz zu sagen, also ich bin wie eine Art Institution die darauf achtet dass was drauf steht auch wirklich drin ist.
00:46:05: Trotzdem müssen die Endverbraucher natürlich auch dieses Vertrauen erstmal entwickeln.
00:46:08: Also warum ja?
00:46:10: also klar bist du Apothekerin?
00:46:11: Das ist ja schon so ein Qualitätssiegel.
00:46:15: aber es gibt in jeder Apotheke jetzt inzwischen so viele unterschiedliche Nahrungsangänzungsmittel.
00:46:22: Warum soll ich Uniso und Naturen geifen?
00:46:25: Also ich vertreibe das ja in den beiden Apotheken jetzt auch seit drei Jahren und es ist eigentlich ganz leicht.
00:46:31: Die meisten, neun-neinzig Prozent der Leute achten von ihnen.
00:46:34: okay, das verstehe ich gut.
00:46:36: Ja wirklich?
00:46:37: Ich meine, ich bin die Vertrauensperson.
00:46:40: Im Handverkauf sozusagen im Verkauf ist das leicht weil die vertrauen dir, die kommen schon seit dreißig Jahren.
00:46:47: Als so Apotheker zu werden ist eine Hürde.
00:46:49: du wirst da auch dauern kontrolliert dass du alles richtig machst.
00:46:53: Die verlassen sich da drauf.
00:46:54: Viel schwieriger finde ich das, weißt du sozusagen zu skalieren?
00:46:58: Wie kann ich dieses Vertrauen jetzt auf Vertriebskanäle...
00:47:01: Influencer!
00:47:01: ...zum Beispiel Social Media und so übertragen?
00:47:03: Das habe ich noch nicht richtig raus.
00:47:05: also wir haben uns entschlossen es auf jeden Fall mit der Präventivmannfaktur zu verknüpfen weil die Ärzte mit denen ich zusammen arbeite sind natürlich sagen okay also hast auch eine eigene Marke dann muss ich nicht biogener oder Sundays empfehlen dann lass uns doch lieber die Produkte selber machen, vielleicht ist das ein Weg quasi sich über die Hintertür sozusagen zu den Patienten und Kundinnen zu schleichen.
00:47:29: Aber du hast also die Ambition?
00:47:31: Hast du schon noch dich außerhalb von zwei Apotheken dann vertrieblich zu erweitern?
00:47:36: Habe ich das richtig jetzt rausgehört?
00:47:38: Ja, wir machen das ja schon die ganze Zeit.
00:47:40: Aber ich mache es rein auf Social Media.
00:47:42: Ich verknüpfe das, weil es ist an Teil meiner Tätigkeit.
00:47:45: aber mein Ziel ist also die Apotheken in den nächsten fünf Jahren in die Hände meines Nachfolgers, was Standardbetrieb angeht zu übergeben und ich möchte gerne so ein bisschen die Privatbetreuung machen, also die Hormone- und die Nikonährstoffe.
00:48:00: Also ich betrachte immer den Teil vielleicht als privat Abteilung meiner Apotheken, auch wenn das offiziell nicht erlaubt ist.
00:48:07: Kann man es vielleicht so bezeichnen?
00:48:08: Da möchte ich gerne tätig sein!
00:48:10: Aber wenn du jetzt sagst, du vertreibst das so... Jetzt machen wir hier auch mal Werbung und wir hatten in den letzten Folgen das Glück dass unsere Gäste den Zuhörenden auch immer nochmal einen Rabattcode gegeben haben.
00:48:24: Vielleicht können wir da auch bei dir ein raus Betteln für unsere Zuhörenden, die vielleicht sagen oh ja ich möchte das gerne ausprobieren weil ich eben nicht so ganz dem ganzen Vertraue was in diesen Massenprodukten drin ist.
00:48:41: Vielleicht können wir da gleich noch mal darüber sprechen und dann im Showlots Wasser einsetzen!
00:48:47: Aber muss man natürlich in seine Apotheken kommen oder kann man das auch
00:48:51: bestellen?
00:48:52: Wir haben online shop also wir können ich hab bitte euch zwanzig prozent an können kot machen.
00:48:58: das ist damit das mal ausprobiert dass kein thema
00:49:01: gleich nachrüsten.
00:49:10: Du bist Ein unglaubliches Beispiel von Unternehmertum, von Mut und Resilienz vor sich neu zu erfinden.
00:49:19: Und tatsächlich hatten wir noch keine Apothekerin bei uns im Podcast, weil... Ich muss auch sagen, ich sah Apothekerinnen nie als Unternehmerinnen so richtig.
00:49:31: Genauso wie ich Steuerberater ganz Lein oder Juristen und Notare auch nicht als Unternehmersähe ehrlicherweise.
00:49:39: Aber du hast mich heute somit genommen mit deiner Geschichte.
00:49:44: Du bist Unternehmerin Und ich glaube wir hatten auch gut gestern darüber gesprochen.
00:49:48: Deine Eltern waren das die gesagt haben eigentlich musstest du auch gar nicht apäzikerin werden.
00:49:53: Du wärst eine Unternehmerin so oder so, weil das in deinem Herz und deinem Blut einfach fließt?
00:49:59: Und das bist du einfach!
00:50:00: Ja also mal gucken was du vielleicht im nächsten Leben an andere oder später noch nach deinen sozusagen abgeschlossenen Transformations-Wachstumsphasen mit Unisonator und deine Apotheken noch machst.
00:50:16: Ich wünsche dir ab jeden Fall viel, viel Glück.
00:50:18: Weil ich einfach auch an deine Kraft und inzwischen eine unglaublich breite Expertise in allen Bereichen des Unternehmendusses.
00:50:27: Und du hast übrigens gerade die Nachfolge angesprochen was natürlich auch für Unternehmerinnen ein Riesenthema ist.
00:50:35: Du hast so leicht darüber gesprochen als ob du schon einen Plan dafür hättest.
00:50:45: Aber ich auch tatsächlich bin nicht sehr glücklich.
00:50:47: Ich habe schon vor einiger Zeit mir überlegt, habe eine Kollegin gehabt die dann aber abgesagt hat und hat sich aber eine Apotheker bei mir vorgestellt nach einem Studium, der jetzt ein Jahr oder anderthalb bei mir arbeitet, den ich super finde und der sich das super vorstellen kann.
00:51:02: Und wir haben uns so in einer Art Trainiprogramm einen Jahr und es überlegt dass er erst mal so in Etappen von mir paar Sachen gesagt bekommt.
00:51:08: und da ich in Stanzdorf in meiner Apotheke jetzt ne neue Ärztin bekomme kriegt er das als Projekt das einzuführen.
00:51:16: Ich möchte so innerhalb von fünf Jahren immer mehr Verantwortung abgehen mit dem Ziel, dass er das Tagesgeschäft macht.
00:51:22: Und ich ist private was ich euch gesagt habe.
00:51:25: Ich hoffe es funktioniert aber bisher klappt es gut.
00:51:27: Er ist erst sechsundzwanzig Jahre alt, hat voll Bock drauf und es macht richtig Spaß.
00:51:33: Also wir hätten uns natürlich sehr gewünscht, dass es eine junge Frau
00:51:36: wäre.
00:51:38: Aber man kann nicht alles machen.
00:51:40: Das kann man manchmal nicht aussuchen.
00:51:43: Liebe Susanne, wir bewegen uns auf das Ende zu.
00:51:47: und dann noch unsere letzte Frage.
00:51:50: Gibt es eine Frage die du von uns oder auch sonst wenn du mit Menschen sprichst?
00:51:55: Das wird nie geste gefragt.
00:51:56: man muss es entweder über die Hintertür stellen oder Es bleibt eben ungesagt.
00:52:01: gibt es da etwas wo du sagst dass würde?
00:52:04: das wäre schon ganz gut wenn wir nochmal kurz das erwähnen.
00:52:07: also
00:52:07: die frage oder den fragen komplex der nie gestellt wird.
00:52:11: was ich sehr bedauere ist Wie kann ich dich eigentlich finanziell unterstützen?
00:52:15: Kann ich mich bei dir beteiligen?
00:52:17: Sie weiß nicht, ob ich mal so eine Sache vermitle.
00:52:19: Ich suche eigentlich... Ich habe immer Partner gesucht die mitmachen und das hat niemand gefragt.
00:52:25: Also du wirst quasi.
00:52:26: also es können wir auch natürlich gerne in den Eta werfen dass wenn jemand sagt oh ich würde mich da gerne gerne auch Beteiligen Und ich glaube an das beziehungsweise ich würde mir gerne weiter über dieses Konzept unterhalten Dass man sich dann einfach an dich wendet
00:52:41: Das wäre super, also ich tatsächlich meine ich habe jetzt als Nachfolger einen jungen Unerfahrene.
00:52:46: Also ich hab mir immer eigentlich ein Partner oder eine Partnerin gewünscht Die also auch mit dem gleichen Esprit war vielleicht nicht mit den gleichen Know-how, vielleicht mehr so dieses Kaufmännische noch zusätzlich.
00:52:58: Also das ist mir das leichter macht weil ich meine Grenzen sehe.
00:53:02: Vielleicht wirklich aber zu resilient und so aufgestellt dass man die Frage vielleicht gar nicht sich gedacht hat.
00:53:07: Aber das würde mir sehr gefallen weil also jemand Hürner, also nicht jemand den ich was beibringen muss.
00:53:16: Nicht dass es schlimm ist aber es würde mir sehr gefallen und mich sehr entlasten.
00:53:21: und wenn der dann auch sagt Ich bringe vielleicht einen Anteil mit dann würde das wahrscheinlich alles viel schneller gehen als wenn die Stilit etwas so alleine machen muss.
00:53:30: Also Marketing Experte mit Geld würde ich vorschlagen
00:53:33: So Beispiel Marketing!
00:53:35: Sehr gut ganz genau
00:53:36: Das Produkt hast du ja schon.
00:53:38: Ja
00:53:38: Spannend
00:53:41: Schicken wir hinaus.
00:53:42: Wer weiß, wer sich da meldet.
00:53:43: und ansonsten liebe Susanne ein super spannendes Gespräch eine super spannende Geschichte als.
00:53:48: ich glaube so viel Ehrlichkeit schätzen wir sehr und bedanken uns und das hat bestimmt ganz ganz vielen da draußen geholfen vielleicht Angst zu verlieren oder auch mal in wenn es gerade nicht so gut läuft durchzuatmen zu sagen wow man kann da ja auch wieder rauskommen
00:54:09: Jeder Tag ist ein neuer Team.
00:54:13: Danke schön, liebe Susanne!
00:54:15: Danke schon, lieber Justina und wie immer Liken weiterleiten was noch kommentieren gerne folgen und gerne viel weg schicken.
00:54:27: Ja gerne
00:54:28: vielen Dank für das tolle Gespräch.
00:54:31: hat voll Spaß gemacht.
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